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Usedom Verein und Eisläufer möchten eine Eishalle
Vorpommern Usedom Verein und Eisläufer möchten eine Eishalle
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14:16 10.03.2019
Timo Friedrich, Maria Reyher, Lea-Anne Erdmann, Nele Drahs und Gina Balder (v.l.) waren von der letzten Eisparty in dieser Saison begeistert. Quelle: Gert Nitzsche
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Heringsdorf

Eislaufen, Eishockey, Eisstockschießen und die gelungenen Eispartys an Samstagsabenden bestimmten an den vergangenen Wochenenden das Geschehen auf der Eisbahn in Heringsdorf. „Wir hatten diesmal weniger Probleme mit den Witterungsbedingungen, da machte uns die wahrlich in die Jahre gegangene Technik und der Zustand der Eisbahn schon mehr Sorgen“, sagt Vereinschef Ronald Richter. Zu gern würde er eines Tages eine feste Eishalle über seinem Kopf haben. „Den Traum habe ich schon seit 19 Jahren begraben“, sagt er. 1999 wurde die Eisbahn am jetzigen Standort zum ersten Mal aufgebaut. „Ein Jahr nach der Eröffnung hatten der damalige Bürgermeister Hans-Jürgen Merkle und ich die Vision, eine Halle zu bauen“, sagt er. Eine Genehmigung lag vor, dann kam allerdings die Wahl dazwischen und er trat nicht erneut an. „Seit dem reden wir nur über Standorte, Analysen und Machbarkeitsstudien“, sagt Richter entnervt.

Rund 15 000 Gäste zählte der Verein in diesem Jahr –viele Gäste kommen auch aus dem Nachbarland Polen, um ihre Runden über das Eis zu drehen. Zudem nutzten auch überregionale Eishockeyspieler zu festgelegten Zeiten die Anlage zum Training. Die vom REV-Chef Ronald Richter und Stellvertreterin Carita Ulbrich mit großen Engagement geführte Crew hat ein ausdrückliches Kompliment verdient. Deshalb gehört der Dank auch an Henry Kulack für Einlass und Schlittschuhbetreuung sowie an Daniela Ringweber, die die Versorgung meisterte.

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Am vergangenen Sonnabend nutzten viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene die letzte Chance, nochmal die Kufenflitzer anzuziehen. „Das war immer super, wird uns jetzt fehlen. Wir konnten selbst Musikwünsche äußern, es war eine tolle Zeit. Leider ist es nun erst mal wieder vorbei, der Wunsch für eine ganzjährige Eishalle ist riesengroß“, so die 13-jährige Maria Reyher. Sich gegenseitig an den Händen fassend, drehte sie im Team mit einigen Freunden die Runden auf dem Eisoval. „Wir möchten endlich, dass die Gemeindevertreter aufwachen, mehr für die Jugend tun“, sagten auch Lea-Anne Erdmann, Nele Drahs, Gina Balder (alle 14) und der neunjährige Tino Friedrich. Alle stellten sich die Frage, wann endlich eine Eishalle kommt. Nun wird die Eisbahn wieder abgebaut und im Mai eröffnet das Theaterzelt „Chapeau Rouge“ an gleicher Stelle.

Gert Nitzsche

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