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Usedom Usedomer Elch „Pommes“ ist jetzt im Rostocker Zoo zu sehen – und hat einen Auftrag
Vorpommern Usedom Usedomer Elch „Pommes“ ist jetzt im Rostocker Zoo zu sehen – und hat einen Auftrag
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16:15 23.05.2019
Der Usedom-Elch ist umgezogen. Von der Farm nahe Prenzlau ging es nun in den Rostocker Zoo. Quelle: Henrik Nitzsche
Rostock/Kleptow/Insel Usedom

Pommes“ hat ein neues Zuhause. Der Elchbulle, der 2017 auf der Insel Usedom für jede Menge Aufregung gesorgt hat, ist nun im Rostocker Zoo untergebracht. Der von den OZ-Lesern „Pommes“ getaufte junge Elchbulle lebte zuvor gut eineinhalb Jahre auf der Elch- und Rentierfarm Kleptow, direkt an der A 20 (Abfahrt Prenzlau Ost), in einem rund sechs Hektar großen Gehege.

Im Zoo der Hansestadt durfte „Pommes“ jetzt das neue 3700 Quadratmeter große Elchtierquartier beziehen – und das nicht allein. Wie eine Zoosprecherin informierte, ist inzwischen auch Elchkuh Frieda eingetroffen. Das Paar habe am Donnerstag erstmals die Anlage betreten. „Alles verlief friedlich. Sie haben sich vertragen“, so die Sprecherin.

Ziehvater von „Pommes“ blickte stets auf seine Ohren

Pommes“ hatte sich auf Usedom gewisse Manieren angewöhnt, die mitunter Aggressivität ausstrahlten. Thomas Golz, Ziehvater des Herumtreibers auf der Farm in Kleptow, wusste, wann „Pommes“ stinkig ist: „Wenn seine Ohren senkrecht stehen.“

Er hat den Elch Ende April nach Rostock gebracht. „Vom Zoo kam eine Anfrage, ob wir nicht einen Elchbullen hätten, der verpaart werden kann. Weil Pommes inzwischen ein kräftiger und strammer Bursche geworden ist, habe ich zugesagt“, so Golz. Die Genehmigung vom Umweltamt für die Umsiedlung des Tieres von Brandenburg in die Hansestadt hat er bekommen.

Liaison mit Dame aus Neumünster vorgesehen

Nun darf sich der Elch, der Mitte Juni 2017 wahrscheinlich über Polen nach Deutschland gekommen war, auf eine Liaison mit einer Dame aus Neumünster freuen. „Die Elchkuh stammt aus dem dortigen Tierpark“, sagt Golz, der nun auf Nachwuchs seines ehemaligen Schützlings hofft. Frieda wurde am 8. Mai 2018 im Tierpark Neumünster geboren und hat bereits Rostocker Wurzeln. Die junge Elchdame ist die Tochter von Gerda, eine der Elchkühe, die schon im Dezember 2016 nach Neumünster kamen. Nach Auffassung der Tierpfleger ist Frieda eine freundliche, aufgeschlossene und neugierige Elchkuh.

In Brandenburg hieß „Pommes“ übrigens „Börni“. Der Tierarzt, der den Elch in Templin narkotisiert hatte, heißt Börnert. Von da an war das wilde Leben auf der Straße für den Jungbullen vorbei.

Auf Usedom sorgte das Tier für so manchen Schreckmoment. Spazierend wurde er auf einem Gleis nahe Peenemünde entdeckt. Einem Kraftfahrer lief er fast vors Auto. In Vorgärten trieb er sich herum. Mehrfach besuchte er das Grundstück des Heringsdorfers Manfred Wanke.

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