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Usedom Flanieren zwischen Baumkronen
Vorpommern Usedom Flanieren zwischen Baumkronen
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00:00 15.10.2016
Der 40 Meter hohe Aussichtsturm ist das Herzstück des Baumwipfelpfades bei Prora. Das Projekt ist nun in Heringsdorf geplant. Quelle: Jens Büttner
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Heringsdorf

Was in der Gemeinde Ückeritz geplant war, soll nun in Heringsdorf entstehen. Die Rede ist von einem Baumwipfelpfad. Errichten will diesen die Erlebnis Akademie AG aus Bad Kötzting (Ostbayern). „Im August haben sie mit uns Kontakt aufgenommen. Aus touristischer Sicht wäre das ein tolles Projekt für unsere Gemeinde und eine sehr gute Ergänzung zum Kur- und Heilwald“, sagt Kurdirektor Thomas Heilmann. Als Standort ist die Waldfläche am Bahnhof hinter dem Bauhofgelände in Heringsdorf im Gespräch. Dort stand einst der Bismarckturm. Laut Heilmann ist das Areal in kommunaler Hand.

„Der barrierefreie Baumwipfelpfad, der bis zu maximal 20 Meter hoch und 1200 Meter lang sein wird, verläuft an einem 35 bis 40 Meter hohen Turm“, informiert auf Nachfrage Bernd Bayerköhler, Sprecher des Vorstandes der Erlebnis Akademie AG. Die Aktiengesellschaft habe bereits fünf dieser Projekte umgesetzt – 2013 wurde ein Baumwipfelpfad in Prora auf Rügen eröffnet. So ein ähnliches Projekt soll jetzt in Heringsdorf entstehen. Mit der Kommune gibt es bislang auf Papier nur ein „Letter of intent“, eine Absichtserklärung. „Wir haben den Eindruck, dass bei der Gemeinde große Bereitschaft da ist, das Projekt zügig umzusetzen“, so Bayerköhler. Der Hauptausschuss der Gemeinde Heringsdorf habe sich positiv ausgesprochen. Nun soll das Projekt in die Fachausschüsse der Gemeindevertretung.

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Ursprünglich wollten die Bayern den Baumwipfelpfad in Ückeritz errichten. Anfangs war dort die Babelsberger Stunt Crew GmbH noch der potenzielle Investor. Zwischen Stagnießer Hafen und Neu Pudagla sollte der Turm gebaut werden. „Eineinhalb Jahre haben wir von der Gemeinde Ückeritz aber nichts mehr gehört“, begründet der Vorstandssprecher das Umdenken in der Firma. Dass es jetzt Gespräche mit Heringsdorf gibt, sei der Gemeinde Ückeritz inzwischen mitgeteilt worden.

„Wenn alles gut läuft, könnten wir im Sommer 2017 fertig sein. Realistischer ist aber eher 2018“, sagt Bayerköhler, dessen Unternehmen 4,5 bis sechs Millionen Euro investieren will. Zum Turm kommen noch zwei Gebäude für den Eingangs- und Ausgangsbereich sowie Natur-Stationen und Punkte, „wo man klettern und wo es auch mal wackeln darf“, geht Bayerköhler auf Angebote für Familien ein.

Die Anreise ist durch die Bahnhofsnähe mit Bahn und Bus gegeben. Heilmann sieht auch die wirtschaftliche Komponente: „Mit dem Kur- und Heilwald erzielen wir keine Gewinne, beim Baumwipfelpfad sind wir aber prozentual an den Einnahmen beteiligt.“

Henrik Nitzsche

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