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Usedom Forstbetrieb richtet sich alten Stall her
Vorpommern Usedom Forstbetrieb richtet sich alten Stall her
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16:23 20.03.2019
Der ehemalige Schweinestall im Herzen Buggenhagens wird aufwendig umgebaut und soll später die Technik des örtlichen Forstbetriebes aufnehmen. Quelle: Tom Schröter
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Buggenhagen/Jamitzow

Wer in diesen Tagen durch Buggenhagen fährt, dem fällt unweigerlich ein beeindruckendes Bauvorhaben ins Auge. Der große frühere Schweinestall in der Ortsmitte wird aufwendig umgebaut. Damit wird ein hässlicher Schandfleck aus dem Ortsbild getilgt.

Bauherr ist Klaus Keunecke von der Klaus Keunecke und Hartmut Keunecke Landwirtschaft GbR, die unter anderem in Lauenhagen bei Strasburg einen landwirtschaftlichen Betrieb hat und seit nunmehr zwölf Jahren auch in Buggenhagen und Umgebung forstwirtschaftlich tätig ist.

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„Das Dach des Stalls war marode und mit Asbest belastet, so dass es komplett erneuert werden musste“, berichtet Klaus Keunecke. Gleichzeitig wurde das rund 100 Meter lange Gebäude etwas erhöht, was mit dem neuen Verwendungszweck zu tun hat. Laut Investor soll das Objekt dem Forstbetrieb später als Betriebshof dienen, um hier die vorzuhaltende Technik, wie etwa Bagger und Mäher, sicher unterzubringen.

Der ehemalige Schweinestall im Herzen Buggengagens wird aufwendig umgebaut und soll später die Technik des örtlichen Forstbetriebes aufnehmen. Quelle: Tom Schröter

Wie Keunecke mitteilt, bewirtschaftet der hiesige Betriebszweig inzwischen etwa 1000 Hektar. Die Flächen befänden sich im Buggenhagener Forst, am Hasenberg und im Klotzower Forst. „Zuletzt haben wir 2018 etwa 400 Hektar Wald zwischen Pinnow und Klotzow zugekauft“, schildert er. Während sich zwei Förster um die Waldflächen kümmerten, seien die rund 100 Hektar Felder des Betriebes an die Peeneland Agrar GmbH verpachtet.

Bürgermeister Manfred Studier freut sich über das Baugeschehen: „Für Buggenhagen ist das sehr positiv, denn Herr Keunecke richtet das Gebäude wieder so her, wie es einmal war.“ Zudem werden laut Studier in Kürze auch noch zwei neue Eigenheime auf ehemaligen Treuhand-Liegenschaften im Buggenhagener Dorfzentrum entstehen. Wie der Bürgermeister mitteilt, seien Bauplätze für Wohnhäuser in der Gemeinde generell stark nachgefragt. „Wir können längst nicht alle Nachfragen befriedigen“, bedauert er. Doch die Gemeinde habe nicht genug Geld, um einen Bebauungsplan für die Ausweisung zusätzlicher Eigenheimparzellen zu entwickeln.

Vorarbeiterin Bärbel Sewkow bereitet den nächsten Baum zum Einpflanzen vor. Quelle: Tom Schröter

Reges Treiben herrscht gegenwärtig auch an der Kreisstraße 30 zwischen Buggenhagen und Jamitzow. Die im Bereich Garten- und Landschaftsgestaltung tätige Firma Pawlak aus Ueckermünde hat am Dienstag damit begonnen, entlang der nordöstlichen Straßenseite junge Birken zu pflanzen. „Insgesamt setzen wir 60 Birken, die aus der Baumschule Noacks in Barmstedt/Holstein stammen“, erklärt Vorarbeiterin Bärbel Sewkow.

Insgesamt 60 Birken werden am nordöstlichen Straßenrand neu gepflanzt. Im Bild Mitarbeiter Norbert Kalita. Quelle: Tom Schröter

Traditionell säumen mehrere sehr alte Birken den betreffenden Straßenabschnitt im Lassaner Winkel. Im Laufe der Jahre hat jedoch hauptsächlich der Wind in der Allee sehr große Lücken hinterlassen, die nun zumindest auf der erwähnten Straßenseite geschlossen werden. Der Auftragnehmer, so war zu erfahren, kümmere sich auch während der Anwachsphase um die Bäume, die demnächst an ihrem neuen Standort zum ersten Mal ausschlagen werden.

Bürgermeister Studier begrüßt die im Auftrag der Kreisstraßenmeisterei vorgenommene Pflanzaktion. Ginge es nach ihm, könnte die Firma gleich an der Straße vom Ortsausgang Klotzow in Richtung Pinnow oder rechterhand am Abschnitt zwischen Lassan und Buggenhagen weitermachen.

Tom Schröter

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