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Usedom Frühblüher setzen Usedomern zu
Vorpommern Usedom Frühblüher setzen Usedomern zu
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00:00 11.03.2014
Früheres Frühjahr bedeutet auch eher niesen und schnaufen. Die ersten Pollenflüge zeigen bereits Wirkung. Quelle: djd/Aspection/fotolia.de
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Allergien sind auf dem Vormarsch, auch auf Usedom sowie in und um Wolgast. Das bestätigt der Sprecher der AOK Nordost Markus Juhls. „2012 entfielen auf die in MV versicherten Arbeitnehmer rund 2,2 Millionen Krankheitstage. Häufigste Ursache dafür sind mit einem Anteil von 17,9 Prozent die Muskel- und Skeletterkrankungen, dahinter folgen Atemwegserkrankungen, darunter auch Allergien, mit 14,9 Prozent“, zählt Juhls auf. Im Kreis Vorpommern-Greifswald liege dieser Wert mit 14,4 Prozent leicht unter dem Landesdurchschnitt. Der Sprecher betont: „In diesen Werten sind nur versicherte Arbeitnehmer erfasst, da Rentner oder Kinder nicht in Arbeitsstatistiken aufgeführt werden.“

Bei der Anzahl der 2012 registrierten Krankheitstage liegen Fälle mit Atemwegsbeschwerden vorne: 462 000 Tage allein in der Region, in MV sind es gar 477 400. „Insgesamt ist der Krankenstand der bei uns versicherten Arbeitnehmer in Vorpommern-Greifswald leicht angestiegen. Und belastete Atemwege nehmen zu“, fasst Juhls zusammen.“

Bedingt durch wärmere Temperaturen und Sonnenschein fliegen bereits jetzt die Pollen. Das reizt wortwörtlich die Allergiker auf Usedom und der Region, die ihre Symptome vermehrt in den Praxen behandeln lassen. „Wir gehen davon aus, dass bereits im Februar die Baumblüte von Haselnuss, Birke und Erle beginnt und bei steigenden Plusgraden die Pollenabgabe stetig zunimmt. Diese Baumblüte hält dann bis Mai an. Ab Mai bis August beginnt die Gräserblüte und ab Juni bis Oktober die Kräuterblüte“, erklärt Marlies Kühn. Sie ist Amtsärztin des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Besonders häufig treten bei Pollenallergikern Schnupfen, häufige Niesattacken oder auch allergische Entzündungen der Bindehaut mit brennenden und tränenden Augen auf. „Schlimmere Reaktionen können bei rund einem Drittel der Betroffenen Asthma sein, seltener Hautausschlag oder Fieber“, zählt die Ärztin auf.

Welche Auswirkungen verstopfte Nasen, verquollene Augen und Asthma auf die Leistungsfähigkeit der Betroffenen haben, weiß AOK-Sprecher Markus Juhls. In die Praxen der Allergologen strömen bereits vermehrt Allergiker, die von Frühblühern betroffen sind. Eine mögliche Schutz- oder Präventionsmaßnahme stellt die Hyposensibilisierung dar: Bei dieser bekommt der Patient Allergene in geringen Mengen verabreicht, an die sich das Immunsystem gewöhnen kann und so nicht mehr überreagiert.

Dass Allergien in jüngster Zeit zugenommen haben, sei bekannt, meint Marlies Kühn. Beispielsweise durch Umwelteinflüsse, chemische Zusätze in Lebensmitteln oder Kosmetikartikeln. „Ob diese Zunahme signifikant auch für die Pollenallergie zutrifft, ist momentan nicht abschätzbar“, sagt die Amtsärztin. Sollten in den nächsten Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels die Winter immer milder werden und dadurch Bäume immer früher blühen, sei Pollenflug schon ab November zu befürchten, warnt Marlies Kühn.

Laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales MV leidet etwa jeder sechste Mensch an Heuschnupfen. In dessen Messstationen werden in sogenannten Burkard-Fallen Pollen eingefangen und wissenschaftlich analysiert, um daraus Pollenflugvorhersagen zu erstellen.

Fast 50 Pollenarten
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales MV betreibt drei Messstationen in Rostock, Greifswald und Neustrelitz. Zwei weitere Stationen werden in Garz auf Rügen und Prerow durch Fachkliniken betreut. Fast 50 Pollenarten werden insgesamt gemessen. Laut wissenschaftlichem Mitarbeiter Kai Gloyna muss ein Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Pollenflug „über viele Jahre beobachtet werden. Ein Jahr allein ist nicht aussagekräftig.“



Steffen Thimm

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