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Usedom Gemeinde St. Petri investiert in Pfarrhaus und Gewölbe
Vorpommern Usedom Gemeinde St. Petri investiert in Pfarrhaus und Gewölbe
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00:00 08.03.2017
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Wolgast

Die Wolgaster St. Petri- Kirche bleibt, zumindest in Teilen, weiter eine Baustelle. Wie Ulrich Kober vom Kirchenbüro mitteilt, soll 2017 die Restaurierung der Gewölbe im Gotteshaus fortgesetzt werden. In den vergangenen Jahren hatten sich Fachleute bereits probeweise dem Chorumgang gewidmet und dort zunächst ein Gewölbejoch saniert. „Diese Arbeit war sehr aufwendig, weil gerade die Restaurierung der alten Malereien sehr viel Zeit und Geld erfordert“, berichtet Kober. Auch die angrenzenden noch zu überarbeitenden Gewölbejoche seien seit Anfang des 15. Jahrhunderts, also seit der Zeit der Erbauung der Kirche, mit Heiligen-Darstellungen, Wappen und anderen Ornamenten verziert.

Die mittelalterlichen Ausmalungen ziehen sich um den gesamten Chorumgang herum bis auf Höhe des Eingangs zur Greifenkapelle, in denen mehrere Särge von Angehörigen des Wolgaster Herzogsgeschlechts ruhen. „Im Wandbereich finden sich zudem Reste barocker Malerei. Hier muss von den Fachleuten entschieden werden, ob diese Fragmente erhaltenswert sind“, so Kober weiter. Für die Arbeiten seien Kosten von 342000 Euro veranschlagt, wobei 201000 Euro an Landesmitteln, vom Kirchenkreis beigesteuerte Patronatsmittel, Zuwendungen von Stiftungen und Eigenmittel der Kirchengemeinde zum Einsatz kommen sollen. Da die ehemalige Hofkirche der Herzöge von Pommern-Wolgast Denkmal von nationalem Rang ist, rechnet der Bauherr auch mit Geldern vom Bund.

Im April startet am Kirchplatz eine weitere umfangreiche Baumaßnahme. „Am Pfarrhaus am Kirchplatz 6 müssen das gesamte Dach, die zur Oberwallstraße gerichtete Veranda und die Außenfassade erneuert beziehungsweise saniert werden“, verkündet Kober. Schon seit einigen Jahren fehlt am oberen Teil des Giebels der Putz, der sich während eines Unwetters großflächig vom Mauerwerk gelöst hatte. Die Dacherneuerung schließt auch den sich anschließenden vergleichsweise flachen Zwischenbau ein, in dem sich früher der EineWelt-Laden befand.

Das neue Dach des Pfarrhauses soll gleichzeitig mit Fenstern versehen werden, damit einem späteren Ausbau des Dachgeschosses für Wohnzwecke nichts im Wege steht. Auf dem Spitzboden werden eine neue Heizungsanlage für das gesamte Objekt und auf dem Boden eine Toilette und eine Dusche installiert. Laut Ulrich Kober sieht die Planung vor, die Arbeiten im August dieses Jahres zum Abschluss zu bringen. Etwa 250000 Euro würden investiert. Zur Finanzierung habe die Kirchengemeinde einen Kredit aufgenommen, zweckgebundene Rücklagen entnommen und einen Zuschuss vom Kirchenkreis erhalten.

Die Bausubstanz des Pfarrhauses, so der Mitarbeiter, sei wesentlich älter als der Stadtbrand von 1713. Denn: Die Umfassungsmauern seien beim Brand stehen geblieben.

Tom Schröter

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