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Usedom Gericht entscheidet Streit über Lubmins Strandversorung
Vorpommern Usedom Gericht entscheidet Streit über Lubmins Strandversorung
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00:00 01.11.2013
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Lubmin

Knatsch um die Strandversorgung in Lubmin: Weil die Seebadgemeinde einen Usedomer Anbieter in diesem Jahr ganz außen vorgelassen hat, ist der vors Verwaltungsgericht in Greifswald gezogen. Das hat ihm Recht gegeben. Nun muss Lubmin seine Vergabepraxis ändern. Befanden die Vertreter der Kommune bisher nach eigenem Ermessen darüber, welches Unternehmen Bockwurst, Kaffee und Eis am Strand verkaufen darf, müssen sie die Versorgung ab sofort öffentlich ausschreiben.

Das Gerichtsurteil markiert das vorläufige Ende langanhaltender Querelen. Ein ums andere Jahr war von Gemeindevertretern diskutiert und entschieden worden, welche Unternehmen wieviele Versorgungsfahrzeuge an den vier Kilometer langen Strand vor Lubmin schicken sollten. Stets waren es dieselben, über die zu befinden war: das Lubminer Sport- und Freizeitzentrum Schawi und die Eisheiligen GbR mit Sitz in Kölpinsee auf Usedom. Letztere wurde in Lubmin zunehmend als Konkurrenz zum einheimischen Anbieter (und Steuerzahler) empfunden.

Glaubt man Heiko Burmeister, Gesellschafter der Eisheiligen GbR, hat die Gemeinde Lubmin sein Unternehmen von Anfang an benachteiligt. „In den ersten Jahren unseres Engagements dort hatte sie noch fünf Versorgungskarren am Strand zugelassen: zwei für uns, drei für Schawi.“ 2012 sei der Imbiss-Verkauf am Wasser eindeutig zugunsten des Lubminer Versorgers geregelt worden. „Schawi durfte mit drei Wagen am Strand hin- und herfahren, wir nur mit einem“, schildert Burmeister. Als Reaktion darauf brachten die Usedomer Eis, Kaffee und Bockwurst für jeweils nur einen Euro an den Mann, die Frau und das Kind. Die Preisoffensive zeigte Wirkung: Alsbald wunderten sich Strandbesucher über die deutlich höheren Preise der Lubminer Konkurrenz. Die wiederum ärgerte sich. „Man hielt uns vor, für Unruhe am Strand zu sorgen“, schildert Heiko Burmeister. „Aber wer sollte über unser preiswertes Eis beunruhigt gewesen sein!?“ Sosehr sich Burmeister und seine Mitgesellschafter über die ihrer Meinung nach „unfaire Behandlung“ durch die Lubminer im Vorjahr grämten, sosehr erzürnte es sie, dass ihr Unternehmen 2013 gar nicht zugelassen wurde. Die Usedomer zogen vor das Verwaltungsgericht.

Mit Erfolg.

Burmeister misst der Gerichtsentscheidung nicht allzu große Bedeutung bei. Ja, die Gemeinde müsse nun ausschreiben, könne nicht mehr eigenmächtig und wettbewerbsverzerrend über die Strandversorgung entscheiden. „Wer aber garantiert, dass bei der Vergabe nicht trotzdem gemogelt wird?“

Die Strandversorgung, sagt Lubmins stellvertretender Bürgermeister, Frank Tornow (SPD), solle künftig an den Meistbietenden gehen. So habe es die Gemeindevertretung am Dienstag entschieden.

Sven Jeske

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