Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Grünes Licht für den Gesundheits- und Wohnpark
Vorpommern Usedom Grünes Licht für den Gesundheits- und Wohnpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:45 26.10.2019
So soll der Gesundheits- und Wohnpark im Heringsdorfer Setheweg aussehen. Quelle: Baukonzept Neubrandenburg
Anzeige
Heringsdorf

Ein guter Abend für die Gemeinde Heringsdorf: Im kommenden Jahr sollen in Heringsdorf und in Ahlbeck insgesamt 80 Wohnungen neu entstehen. 70 Wohnungen sollen im Gesundheits- und Wohnpark am Setheweg gegenüber der Mutter-und-Kind-Klinik entstehen. 20 davon werden als Sozialwohnungen gebaut. Die Gemeindevertretung gab für das Vorhaben des Greifswalder Investors Dietmar Enderlein geschlossen grünes Licht.

Weitere zehn Sozialwohnungen wird die Wohnungsgesellschaft Kaiserbäder errichten, wie deren Geschäftsführer Mike Speck im öffentlichen Teil der Gemeindevertretung erklärte. So solle der Baubeginn nach Möglichkeit im zweiten Quartal des kommenden Jahres sein. Sobald die Förderung stehe, werde es losgehen, versicherte der Geschäftsführer.

Sozialwohnungen in der Wiesenstraße 8

Speck wartete mit ganz konkreten Aussagen zu den zehn neuen Sozialwohnungen auf: „Wir wollen fünf Wohnungen bauen, wo die Kaltmiete bei sechs Euro pro Quadratmeter liegt, und fünf Wohnungen mit je 6,80 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter“, sagte er. Entsprechend des Bedarfs sei vorgesehen, acht Zweiraum- und zwei Dreiraumwohnungen zu bauen. Der Standort der zehn Sozialwohnungen sei in Ahlbeck in der Wiesenstraße 8, dem ehemaligen Innova-Gelände.

Dietmar Enderlein möchte ebenfalls so schnell loslegen, sagte er auf OZ-Nachfrage. „Ich freue mich, dass die Gemeindevertretung dem Vorhaben uneingeschränkt zustimmt. Die Planungen für den Gesundheits- und Wohnpark sind schon sehr weit gediehen und nun kann ohne Verzug weitergearbeitet werden. Das ist ein großer Vorteil“, so der Investor.

Hoffen auf verkürztes B-Plan-Verfahren

Allerdings sei für die Umsetzung ein vorhabenbezogener B- Plan erforderlich. Normalerweise dauere es etwa immer ein Jahr, bis ein B-Plan genehmigt sei. Da der Wohnraum dringend benötigt werde und um die Abläufe zügiger zu gestalten, habe er bei der Gemeinde angefragt, ob ein verkürztes B-Plan-Verfahren möglich wäre. Die Entscheidung steht noch aus. „Ich hoffe auf Zustimmung. Dann könnte im Frühjahr kommenden Jahres, wenn der Frost aus dem Boden ist, mit dem Bau der Wohnungen begonnen werden. Sie sollen zuerst errichtet werden“, so Dietmar Enderlein.

Bereits erste Voranmeldungen für Setheweg

Nach seinen Worten habe er 193 größere und kleine Unternehmen in der Gemeinde Heringsdorf und im Amt Usedom Süd angeschrieben, um den Wohnungsbedarf bei den Mitarbeitern zu ermitteln. „Es hat mich fast umgehauen, dass es in der Region derart viele Unternehmen gibt. Klar sind auch Ein- und Zwei-Mann-Firmen dabei, aber die Vielfalt ist wirklich groß. Und der Wohnungsbedarf auch, denn ich habe bereits jetzt Voranmeldungen für die Sozialwohnungen und auch für die ohne Förderung. Außerdem gibt es bereits mehrere Bewerber für die geplante Seniorenresidenz“, erklärt Enderlein.

Kleine Wohnungen stark nachgefragt

Außer den Wohnungen will der Greifswalder in einem Gesundheitszentrum nicht nur Berufsmöglichkeiten für niedergelassene Ärzte schaffen, sondern auch Außenstellen der Krankenkassen, Beratungsstützpunkte sowie weitere passende Einrichtungen ansiedeln. Das von ihm initiierte Projekt hat ein Volumen von knapp 40 Millionen Euro. Geplant sind drei Haustypen mit zwei bzw. drei Stockwerken und insgesamt 70 Wohnungen. Sie teilen sich auf in 15 kleine Single-Wohnungen mit 45 Quadratmetern, 30 Zweiraumwohnungen mit jeweils 60 bis 65 Quadratmetern, 18 Dreiraumwohnungen mit 80 Quadratmetern und fünf Vierraumwohnungen mit je 100 Quadratmetern Wohnfläche. „Die Nachfrage nach kleineren Wohnungen ist am größten“, betont Enderlein.

Von den 70 Wohnungen sollen 20 als Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung gebaut werden. Zum Mietpreis selbst machte der Investor noch keine Angaben. Die Bewirtschaftung der Wohnungen allerdings möchte Dietmar Enderlein gern in die Hände der Wohnungsgesellschaft Kaiserbäder des Ostseebades legen, „weil dort mit großer Kompetenz gearbeitet werde“.

Von Cornelia Meerkatz

Die Kleine Dorfschule im Lassaner Winkel lädt am Sonnabend, den 26. Oktober Interessierte ein, die Einrichtung kennenzulernen. Dort wird jahrgangsübergreifend unterrichtet.

26.10.2019

Das Saugbaggerschiff „Thor R“ hat die Insel Usedom erreicht. Mit Hilfe dieses Schiffes soll der Strand zwischen Zempin und Stubbenfelde mit rund 500 000 Kubikmeter Sand aufgespült werden. Bis März 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Am Freitag begannen die Arbeiter mit ihrer Tätigkeit.

25.10.2019

Die Stadt Wolgast ist mit ihrem jüngsten Versuch, als Erholungsort anerkannt zu werden, gescheitert. Der zuständige Beirat auf Landesebene hat das Anliegen jedoch nicht gänzlich abgelehnt, sondern aufgeschoben.

25.10.2019