Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Gedenkfeier auf dem Golm: Im Zeichen der Versöhnung
Vorpommern Usedom Gedenkfeier auf dem Golm: Im Zeichen der Versöhnung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:46 17.11.2019
Hauptredner der Gedenkfeier auf dem Golm war am Sonntag der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor. Quelle: Fabian Schwanzar
Anzeige
Kamminke

Als im März 1945 die Stadt Swinemünde bombardiert wird und die Kriegsgräberstätte Golm entsteht, liegt der Zweite Weltkrieg bereits in seinen letzten Zügen. Die Insel Usedom erlebt hier jene kriegerische Gewalt, die sechs Jahre zuvor von den Deutschen ausgegangen ist. Am 1. September 1939 überfällt die deutsche Wehrmacht Polen. Im Laufe des Krieges wird jeder Sechste in der polnischen Bevölkerung getötet. Um besonders an dieses Unrecht zu erinnern, stand der diesjährige Volkstrauertag im Gedenken an den Kriegsausbruch, der vor 80 Jahren Polen, Europa und die ganze Welt erschütterte.

Nicht nur bei der zentralen Gedenkfeier im Bundestag, sondern auch auf dem Golm setzte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein Zeichen für eine europäische Erinnerungskultur. Kinga Sikora begrüßte als Leiterin der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (JBS) Golm die gut 100 anwesenden Gäste mit den Worten: „Im Bewusstsein der historischen Verantwortung Deutschlands steht diese Feierstunde an der deutsch-polnischen Grenze für ein friedliches, freiheitliches und demokratisches Miteinander.“

Auch der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (CDU) sprach als Hauptredner der Gedenkfeier von der Wichtigkeit des europäischen Erinnerns als Generationen- und Gemeinschaftsaufgabe. „Aus dem Leid der Geschichte müssen wir Schlussfolgerungen ziehen, die uns zu einer aufmerksamen Gegenwartsbeobachtung führen.“ Dabei sei es wichtig, dass die Europäische Union als größtes Friedensprojekt erhalten bleibe. Dem Volksbund und der JBS Golm dankte Amthor für die beständige und ausdauernde Gedenkarbeit. „Erinnern heißt auch immer sichtbar machen.“

In der geistlichen Ansprache rief Pastor Henning Kiene dazu auf, wider dem Verdrängen das Schweigen zu brechen, um die Folgen des Krieges ins Bewusstsein zu rufen. „Es war unsagbar, was in diesem verbrecherischen Krieg geschehen ist.“ Im Begehen des Volkstrauertags liege nun der Auftrag, miteinander ins Gespräch zu kommen.

2019 ist gleichzeitig ein Jubiläumsjahr des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Vor 100 Jahren wurde der Verein aus bürgerlichem Engagement heraus gegründet, um den Kriegstoten des Ersten Weltkrieges Grabstätten und Orte der Erinnerung zu schaffen. In seiner wechselvollen Geschichte entwickelte sich der Volksbund schließlich zu einer humanitären, international vernetzten Organisation, die sich für Gedenken, Völkerverständigung und Frieden einsetzt.

Lesen Sie mehr:

Von Bettina Harz

Am Sonnabend ließen die Jecken die Sau raus. Witze wurden gemacht über die Politik, Funken begeisterten mit Tänzen und in Zinnowitz musste die Feuerwehr anrücken.

17.11.2019

In der Nacht von Samstag zu Sonntag rückten die Feuerwehren in die Sporthalle in Zinnowitz aus. Beim Bettenball löste die Brandmeldeanlage einen Alarm aus. Mehr als 15 Feuerwehrleute aus Zinnowitz und Trassenheide waren vor Ort. Zusätzlich kamen der Rettungsdienst und die Polizei.

17.11.2019

Die Einsatzkräfte aus Karlshagen und Trassenheide müssen am Samstagabend bei einer Feuerwehrübung fünf Verletzte aus einer brennenden Garage befreien.

16.11.2019