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Usedom Heiligendamm greift nach Usedoms Mode-Gala
Vorpommern Usedom Heiligendamm greift nach Usedoms Mode-Gala
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07:21 03.03.2015
Noch ist es nur eine Montage: Models zeigen moderne Mode aus dem Ostseeraum vor der Traumkulisse von Heiligendamm.
Noch ist es nur eine Montage: Models zeigen moderne Mode aus dem Ostseeraum vor der Traumkulisse von Heiligendamm. Quelle: Arno Zill
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Heringsdorf

Heiligendamm greift nach dem Aushängeschild der Kaiserbäder: Die Modenschau „Baltic Fashion Award“, die auf Usedom vor dem Aus steht, soll in Deutschlands ältestes Seebad umziehen. Das jedenfalls planen die Verantwortlichen der Doberaner Renntage und des Grand Hotels. „Heiligendamm ist mit Sicherheit eine der schönsten Kulissen in Mecklenburg-Vorpommern – perfekt für Modenschauen“, sagt Patrick Weber, Geschäftsführer des Grand Hotels. Gespräche mit der Gemeinde Heringsdorf – ihr gehören die Rechte am Markennamen – sollen in den kommenden Wochen geführt werden.

Der „Baltic Fashion Award“ war 2002 erstmals auf Usedom vergeben worden und gehörte seitdem zu den Aushängeschildern der Ostseeinsel. Junge Designer – vornehmlich aus dem skandinavischen Raum – durften auf dem Laufsteg und vor einer hochkarätig besetzten Jury ihre neuesten Kreationen zeigen. Doch nach 13 Jahren zogen Land und Gemeinde die Notbremse: Die Kosten für die Gala liefen aus dem Ruder. Das Wirtschaftsministerium war bereit, bis zu 70.000 Euro Fördermittel zu geben. Aber nur, wenn sich Sponsoren aus der Wirtschaft ebenfalls beteiligen. Die aber blieben aus.

Jedenfalls auf Usedom. Denn in Bad Doberan rechnen sich die Verantwortlichen Chancen aus, Förderer zu gewinnen – vor allem im nahen Rostock. „Die Veranstaltung und das Thema Mode sind für uns interessant. Das würde gut zu unserem Haus passen“, sagt Hotel-Chef Weber. Allerdings: Die Kosten von rund 300 000 Euro könne das Hotel nicht allein stemmen. Stadtpräsident Stephan Krauleidis (CDU) will deshalb das Hotel nicht allein lassen: „Das geht nur in Kombination – zum Beispiel mit den Renntagen.“ Sein Plan: Die Modenschau wird aufgeteilt – ein Tag auf der Rennbahn, ein Tag am Meer.

Auf Usedom wären die Verantwortlichen ebenfalls offen für Verhandlungen. „Wenn Heiligendamm das Thema ernst meint, dann werden wir uns zusammensetzen und darüber reden“, sagt Thomas Heilmann, Kurdirektor der Kaiserbäder. Eine „ernsthafte Offerte“ wäre dann in Heringsdorf in der Gemeindevertretung zu beraten: „Immerhin hat die Kommune über Jahre riesige Summen in das Projekt ,Baltic Fashion Award’ investiert.“



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