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Usedom Ehrenamtliche Hilfe für Demenzkranke
Vorpommern Usedom Ehrenamtliche Hilfe für Demenzkranke
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16:51 18.12.2018
"Die Inselhelfer" um Christel Hansen (l.) unterstützen Angehörige demenzkranker Menschen bei der Pflege. Quelle: Die Inselhelfer
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Zinnowitz

 Angehörige pflegebedürftiger Menschen auf Usedom können künftig auf ein paar helfende Hände mehr bauen. Dem Einsatz einiger engagierter Frauen sei Dank. Der Helferkreis „Die Inselhelfer“ will laut Gründerin und Geschäftsführerin Christel Hansen Unterstützung und Entlastung bieten, wo sie oftmals fehlt. Das betreffe vor allem an Demenz erkrankte, ältere Menschen, deren Familienangehörige sie nicht allein lassen können oder wollen.

„Wir wollen die pflegenden Angehörigen unterstützen, indem wir ein offenes Ohr für ihre Ängste, Bedürfnisse und Sorgen haben“, sagt Hansen. Die gelernte Krankenschwester zog 2017 auf die Insel. In Kooperation mit der Deutschen Alzheimergesellschaft des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern setzte sie die Idee eines ehrenamtlichen Helferkreises auf Usedom in die Tat um. Die kleine, sechsköpfige Gruppe um Hansen steckt noch in den Kinderschuhen.

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Trotzdem sind die geschulten Betreuer der Inselhelfer schon täglich im Einsatz, überwiegend bei individuellen Einzelbetreuungen. Dort begleiten sie die Demenzkranken bei Spaziergängen und sorgen durch gemeinsames Lesen, Basteln, Singen und Spielen für ihre Unterhaltung. Neben der Betreuung der Kranken geht es Hansen und ihren Kolleginnen auch um die Entlastung der Pflegenden, zum Beispiel durch die Erledigung alltäglicher Aufgaben, Begleitung zum Einkaufen oder Hilfe im Umgang mit den Behörden.

Pflegende Angehörige entlasten

„Die Pflege eines kranken Menschen ist neben dem Berufsalltag ein enormer Kraftakt. Dabei wollen wir die Familien und Freunde von Dementen Menschen unterstützen, wo wir können“, so Hansen, die den Angehörigen bei Bedarf auch eine professionelle Beratung und umfangreiche Tipps für die Pflege bietet.

Für das kommende Jahr ist eine Erweiterung des Angebots des Helferkreises geplant. Jeden Donnerstag sollen an Demenz Erkrankte die Möglichkeit erhalten, bei gemeinsamen Gruppennachmittagen im Haus St. Otto in Zinnowitz Kontakte zu anderen Menschen zu pflegen oder aufzubauen und bei Tanzen, Gymnastik, Kochen, Backen und gemeinschaftlichen Gesprächen trotz Krankheit den Spaß am Leben zu erhalten.

Mit der Selbsthilfegruppe „Vergissmeinnicht“ richtet sich Hansen zudem an alle Angehörigen von Menschen mit Demenz. „Dort können die Teilnehmer voneinander lernen, sich Trost spenden und gemeinsam Lösungen für Probleme im Umgang mit der Betreuung ihrer Lieben finden“, beschreibt die Krankenschwester die Motivation hinter dem Projekt. Für ihren Helferkreis freue sie sich über jede helfende Hand und ermutigt gleichzeitig alle Pflegenden, sich mit ihrer Herausforderung an sie zu wenden. Kontakt unter: 038371 553635 oder info@moberat.de.

Flemming Goldbecher

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