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Usedom Bus: Freie Fahrt mit Kurkarte
Vorpommern Usedom Bus: Freie Fahrt mit Kurkarte
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07:37 26.01.2019
Kostenlos mit der Kurkarte Busfahren in den Kaiserbädern: Aus der Pilotphase soll in diesem Jahr ein Dauerbetrieb werden. Quelle: Henrik Nitzsche
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Heringsdorf

Kostenlos Busfahren mit der Kurkarte: Was im August 2018 als Pilotprojekt in den Kaiserbädern gestartet wurde, soll 2019 in den Dauerbetrieb gehen. Inhaber einer Kurkarte können in den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin kostenlos das gesamte Busliniennetz der Usedomer Bäderbahn (UBB) nutzen. „Die Fahrgastzahlen haben sich im vergangenen Jahr verdreifacht“, sagt UBB-Geschäftsführer Jörgen Boße und spricht von einem Erfolg. Daran soll nun in diesem Jahr angeknüpft werden. Bis März laufe weiter die Testphase für das kostenlose Busfahren, „ab April soll es auf Vertragsbasis zwischen der Gemeinde und der UBB laufen“, sagt Heringsdorfs Kurdirektor Thomas Heilmann.

Finanziert werden soll der Dauerbetrieb über die Anhebung der Kurtaxe. Heilmann stellte das Finanzierungsmodell am Donnerstagabend hinter verschlossenen Türen den Gemeindevertretern vor. Demnach soll die Kurtaxe in der Hauptsaison (vom 1. April bis 31. Oktober) von 2,50 auf 2,70 Euro steigen. In der Nebensaison erhöht sie sich um 80 Cent von 1,30 auf dann 2,10 Euro, so Heilmann. Kinder bis zehn Jahre sind frei. „Kinder von 10 bis 16 Jahre bekommen eine Ermäßigung von 50 Prozent“, sagt der Kurdirektor.

Mit dem Vertragsabschluss soll auch an „Schrauben gedreht“ werden, die sich bei der Testphase als zu locker entpuppten. „Dabei geht es um das Streckennetz, Fahrzeitenerweiterung und Technik“, fasst Heilmann die Punkte zusammen. So soll beispielsweise der letzte Bus bis 22.30 Uhr fahren. „Das war eine Anregung vieler Gäste, die das oftmals nach Veranstaltungen vermissten“, so Heilmann. Boße geht da noch weiter: „Der späte Bus der Kaiserbäderlinie dient auch als Zubringer für den Bahnhof, so das abends Einheimische und Gäste mit dem Zug noch in Richtung Wolgast oder Stralsund kommen.“

Bei der Streckenerweiterung gehe es auch um die bessere Anbindung der Ortsteile. „Ins Detail kann ich da aber noch nicht gehen“, so Boße. Sicher sei aber, dass in der Hauptsaison der Takt verdichtet werden soll – vom 30 auf 20-Minuten-Takt. Noch nicht in diesem, aber vielleicht im nächsten Jahr sollen in den Kaiserbädern Busse rollen, die über umweltfreundliche Antriebe verfügen. Ob es Elektrobusse sind oder Alternativen wie Batterie und Wasserstoff, „da warten wir mal ab, wie sich solche Modelle beispielsweise in Ballungsgebieten bewähren“, sagt Boße.

Die Kurtaxkalkulation ist Thema des Eigenbetriebsausschusses am 18. Februar. Zehn Tage später steht sie dann auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Dass die Kurtaxe noch immer ein brisantes Thema ist, zeigte sich am Donnerstagabend. 2018 hatte sich Widerstand formiert, weil in den Kaiserbädern Verwandte ersten Grades Kurtaxe zahlen müssen. 4843 Bürger hatten sich bei einer Unterschriftenaktion dagegen ausgesprochen.

Hitzige Debatte um Antrag für Kurtax-Befreiung

Gemeindevertreter Jörg Erdmann (AfD) brachte nun den Antrag ein, im Zuge der Neuordnung der Kurabgabe eine Befreiung der Kinder bis 16 Jahre einzuführen. Seine Begründung: „Gerade für Familien mit Kindern ist die Kurtaxe seit 2017 stark gestiegen. In diesem Jahr wären das pro Tag 9,10 Euro. Es kann sein, dass dann nicht mehr so viele Familien kommen.“ Die Befreiung würde der Kommune rund 155 000 Euro kosten. „Die müssten wir in unserem Haushalt bei den freiwilligen Aufgaben streichen. Das trifft Einheimische und Vereine“, entgegnete Arne Reyher (BI). „Wenn wir über Befreiung reden, dann eher über Angehörige ersten Grades“, so der Gemeindevertreter. Aus Erfahrung als Vermieter wisse Hans-Jürgen Merkle (BI), dass die Höhe der Kurtaxe und eine mögliche Befreiung nicht entscheidend für die Wahl des Urlaubsortes sind. „Kaum ein Seebad hat in der Breite und Qualität so ein Angebot wie wir. Ich bin dafür, sämtliche Befreiungen zu streichen und stattdessen den sozialen Wohnungsbau zu fördern.“

Letztendlich zog Erdmann seinen Antrag zurück.

Henrik Nitzsche

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