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Usedom Zu Gast bei Freunden und Helfern
Vorpommern Usedom Zu Gast bei Freunden und Helfern
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15:11 24.08.2019
Schichtführer Polizeihauptkommissar Hendrik Heinz empfängt Familie Brauder aus Berlin und das Mädchen Heinze in der Polizeiwache und stellt die Kommunikationstechnik und deren Möglichkeiten vor. Quelle: Tom Schröter
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Heringsdorf

Die Polizei fuhr am Sonnabend in Heringsdorf groß auf. Die Beamten begrüßten in ihrem modernen, im Oktober 2017 eingeweihten Dienstgebäude im Waldbühnenweg am „Tag der offenen Tür“ hunderte interessierte Besucher. Der Zweckbau beherbergt 50 Mitarbeiter der Schutzpolizei sowie zwölf Kriminalpolizisten. Viele der Beamten bescherten ihren Gäste am Samstag ebenso interessante wie erlebnisreiche Stunden.

In Gruppen aufgeteilt, erkundeten die neugierigen Einheimischen und Urlauber die Diensträume. Polizeihauptkommissarin Mandy Collet führte sie unter anderem zu den beiden Einzel- und der Sammel-Gewahrsamszelle. Probehalber nahm auch Familie Brauder aus Berlin im Knast Platz – wann hat der unbescholtene Bürger sonst schon einmal dazu die Gelegenheit? „Im benachbarten Arztzimmer wird Verkehrsteilnehmern ab 1,1 Promille Atemalkohol von einem hinzugezogenen Arzt eine Blutprobe entnommen“, klärte die Polizistin auf.

Das Polizeirevier in Heringsdorf verfügt über drei Gewahrsamszellen. Hier nehmen Familie Brauder und das Mädchen Heinze zusammen mit Polizeihauptkommissarin Mandy Collet in einer der Zellen Platz - natürlich nur probehalber. Quelle: Tom Schröter

Unterdessen machte Lutz Kurzmann seine Zuhörer mit der Arbeit im Kripo-Alltag vertraut. „Mit dieser Speziallampe können wir zum Beispiel auf der Kleidung eines Opfers winzige Stofffasern aufspüren“, erläuterte der Kriminalhauptkommissar. Im Idealfall könnten die Fasern nach einer genauen Analyse einem Täter zugeordnet werden. Auch führte Kurzmann vor, wie Wattestäbchen zur Sicherung einer Speichelprobe gehandhabt werden und wie er und seine Kollegen mit einem seltsamen, magnetischen Pulver Fingerabdrücke sichtbar machen.

Zu Gast bei Freunden und Helfern

An anderen Stationen ging es um Polizeibekleidung, Tatortsicherung und um Polizeisport: Die Beamten haben sogar einen separaten Fitnessraum, um regelmäßig zu trainieren. Weniger schweißtreibend ging es an diesem Aktionstag in der Polizeiwache am Eingang der Dienststelle zu, wo Schichtführer Hendrik Heinz zeigte, wo Notrufe eintreffen und wie er mit seinen Kollegen kommuniziert.

Emsiges Treiben herrschte auch auf dem Sportplatz an der Promenade, wo die Polizei zeigte, was sie hat. Einsatztechnik vom Wasserwerfer über Quad, Krad bis hin zum Videowagen und zum Schlauchboot der Wasserschutzpolizei konnten hier besichtigt werden. Heringsdorfs Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken hatte ihrerseits mit dem Rauschmittelspürhund Queeni schnell Freundschaft geschlossen.

Auch den Sportplatz an der Heringsdorfer Strandpromenade hatte die Polizei am Sonnabend ganz für sich: Hier konnte man unter anderem Fahrräder codieren lassen, um für den Fall eines Diebstahls besser gewappnet zu sein. Das Bild zeigt die Polizeihauptmeister Jörg Malachowski (links) und Roland Schuppenies bei ihrer Arbeit. Quelle: Tom Schröter

Andrang herrschte auch am Stand der Schweriner Bereitschaftspolizei, die an diesem Tag auf Wunsch kostenlos Fahrradcodierungen vornahm. „Der Fahrradcode beinhaltet die verschlüsselte Adresse des jeweiligen Besitzers“, erklärte Polizeihauptmeister Jörg Malachowski. „Im Diebstahlsfall können wir ein codiertes Fahrrad gezielt in Fahndung geben und, wenn es zum Beispiel irgendwo herrenlos aufgefunden wird, dem Eigentümer zuordnen.“ Auch Kersten Fubel nutzte den Codierungsservice: „Ich mache das zur eigenen Sicherheit. Wenn das Fahrrad wirklich mal abhanden kommt und später wieder auftaucht, habe ich damit auch den Beweis, dass es mir gehört.“

Gleichsam gut besucht war der Pavillon der Verkehrswacht Usedom-Peene, der von Sabine Quandt sowie Sylvia und Hans-Joachim Glander betreut wurde. Auf einem Parcours mit Wippe, Tor und Slalombahn konnten Kinder zeigen, ob sie das Fahrrad beherrschen. „Kita-Kinder sind auf dem Fahrrad meist recht agil und kennen sich oft auch mit den Verkehrszeichen aus. Aber wenn in der Grundschule bei den Viertklässlern die Radfahrprüfung ansteht, haben viele der Schüler schon wieder Vieles verlernt“, hat Sabine Quandt festgestellt. Grund dafür sei der Umstand, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und den betreffenden Mädchen und Jungen daher zusehends die Fahrpraxis fehlt.

Von Tom Schröter

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