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Usedom Heringsdorfs neue Kita soll 114 Kindern Platz bieten
Vorpommern Usedom

Heringsdorfs neue Kita soll 114 Kindern Platz bieten

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17:00 22.01.2020
Neben der Heringsdorfer Grundschule entsteht die neue Kita der Volkssolidarität mit 114 Plätzen. Quelle: Henrik Nitzsche
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Heringsdorf

Hortplätze sind in den Kaiserbädern begehrt. „Für Juli habe ich schon jetzt 36 Anmeldungen“, sagt Kersten Fubel, Leiter des Schulhortes. Gut, dass zu den aktuellen Kapazitäten (110) weitere Plätze hinzukommen werden. Denn mittlerweile wurde auf dem Gelände der Heringsdorfer Grundschule mit dem Bau einer neuen Kindertagesstätte begonnen.

Im Kitaneubau Heringsdorf soll es 114 Plätze geben – 18 für Krippe, 51 für Kindergarten und 45 für den Hort. Der neue Zweigeschosser mit einer großen Terrasse im Obergeschoss soll mit der Grundschule über ein Treppenhaus mit Fahrstuhl verbunden werden. „Die Baukosten liegen bei 2,6 Millionen Euro. Gefördert wird der Bau mit rund 1,5 Millionen Euro“, sagt Mirko Weit, stellvertretender Geschäftsführer der Volkssolidarität Vorpommern-Greifswald (VS).

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Kindertagesstätte soll bilingual werden

Die VS ist der Vorhabenträger und Taktgeber eines Projekts, das sich „Drei Kitas – zwei Sprachen – ein Weg“ nennt. Dahinter steht der Neubau von drei Kindertagesstätten auf der Insel Usedom. In Heringsdorf, Zinnowitz und Swinemünde sollen Kitas mit bilingualer Ausrichtung (deutsch und polnisch) entstehen.

Damit soll im grenznahen Bereich eine frühe Mehrsprachigkeit bei den Jungen und Mädchen gefördert werden. Partner sind die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern, das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) und aus der polnischen Wojewodschaft Westpommern die Stadt Swinemünde.

Heringsdorfer Einrichtung soll 2021 eröffnet werden

Die neue Kindertagesstätte in Swinemünde ist im September 2019 fertig geworden. „Rund 200 Plätze gibt es dort“, sagt Mirko Weit. Die neue Heringsdorfer Kita soll im Frühjahr 2021 eröffnet werden. Der Baustart auf dem Gelände am Gothener Landweg gestaltete sich allerdings schwierig. „Im Juli rollten zwar die ersten Bagger an, doch gebaut werden konnte erst ab Dezember. Es gab einen Baustopp, weil der Boden kontaminiert war“, so Mirko Weit. Asbest, Elektrokabel und Müll wurden im Boden entdeckt. Der Bodenaustausch – Weit schätzt etwa 800 Tonnen – kostete viel Zeit und Geld. „Das waren 100 000 Euro Mehrkosten.“

Seit Dezember herrscht aber rege Betriebsamkeit auf dem Areal. Bis Mitte Februar soll die Bodenplatte fertig sein. „Im Mai oder Juni könnte der Rohbau stehen, dann wollen wir Richtfest feiern“, sagt Mirko Weit. Auf der Baustelle laufe es reibungslos. „Probleme bereitet uns allerdings seit Baubeginn die e.dis. Das Unternehmen schafft es nicht, dass wir einen vernünftigen Baustromanschluss bekommen“, beklagt der Vize-Geschäftsführer.

CJD plant neue Kita in Zinnowitz

Im Herbst will die Volkssolidarität mit der Personal-Akquise beginnen. Sechs Mitarbeiter sollen in der neuen Kita einen Job finden. „Eine Erzieherin mit polnischer Muttersprache wollen wir auch einstellen“, kündigt Weit an. Schließlich sollen die Kinder zweisprachig betreut werden.

Während in Heringsdorf der Grundriss der neuen Kita bereits sichtbar ist, wartet das Projekt in Zinnowitz noch immer auf den Startschuss. „Im März geht es los“, sagt Gabriele Wittichow, Fachbereichsleiterin beim CJD. Auf dem CJD-Gelände in Zinnowitz soll eine neue Kindertagesstätte für 60 Kinder (42 Kita/18 Krippe) entstehen. Geplant ist der Neubau an der Ecke Wachsmannstraße/Blumenstraße. Die Baukosten liegen bei rund 1,7 Millionen Euro. Ziel ist es, die zweisprachige Kita ebenfalls im Frühjahr 2021 zu eröffnen.

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Von Henrik Nitzsche

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