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Usedom Hohendorfer 700-Jahr-Feier mit buntem Festzug
Vorpommern Usedom Hohendorfer 700-Jahr-Feier mit buntem Festzug
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07:48 29.08.2019
Auch Nele (3) und Lina Krüger (2) freuen sich auf die 700-Jahr-Feier. Die beiden, die zurzeit Oma und Opa in Seckeritz besuchen, grüßen vom großen Strohmähdrescher aus alle Gäste. Quelle: Tom Schröter
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Hohendorf

Dieses Wochenende steht in Hohendorf ganz im Zeichen der 700-Jahr-Feier. Viele engagierte Helfer bereiten das große Jubiläum seit Wochen und Monaten vor. Inzwischen ist das Programm festgezurrt, sind Musikanten geordert, der Ablauf des Festumzuges abgestimmt und Faltblätter in der Region verteilt. Das Festwochenende kann also kommen.

Eröffnet werden die Feierlichkeiten am Freitag um 18 Uhr in der Hohendorfer Kirche mit einem Festgottesdienst, der vom Ückeritzer Chor unter Leitung von Katharina Duhlke musikalisch begleitet wird. Im Anschluss daran wird in der benachbarten Pfarrscheune eine Ausstellung zur Ortshistorie eröffnet. Die Initiatoren um Regina Präckel und Volker Schubert haben eine beeindruckende Fotostrecke sowie alte Landkarten und Zeitungsausschnitte zusammengetragen, die über die Entwicklung des Ortes Aufschluss geben. Auch wird gezeigt, was der Ort heute wirtschaftlich und touristisch zu bieten hat.

„Motorisierte Besucher werden gebeten, am Freitag den Parkplatz auf dem Areal hinter der früheren Schule am Weg in Richtung Wassermühle zu nutzen“, betont Mitorganisator Hans-Jörg Knuth.

Am Sonnabend zieht sich dann ab 10 Uhr ein bunter Festumzug durch Hohendorf. Etwa 40 Fahrzeuge, das Schalmeienorchester Lühmannsdorf, das Feuerwehrblasorchester Gützkow sowie allerlei Fußvolk, das sich systematisch einreihen wird, bahnt sich durch den Ort seinen Weg. Sogar die alte Pferdezugspritze der 1927 gegründeten örtlichen Freiwilligen Feuerwehr wird an diesem Tag nach langer Ruhepause wieder angespannt.

Der Umzug beginnt an der Milchstraße/Peenestraße und führt von dort zur Hohendorfer Chaussee und weiter bis zur Festwiese neben dem Sportplatz. „Ein Sprecher postiert sich am Bahnübergang, um die einzelnen Teile des Festumzugs zu erklären“, informiert Hans-Jörg Knuth. Und: „Gäste-Pkw sind diesmal auf dem Freigelände vor dem Stützpunkt der Peeneland Agrar GmbH abzustellen.“

Die Mitarbeiter der Peeneland Agrar GmbH Hohendorf haben auch diesen Strohradler kreiert, der unweit der Festwiese auf das Dorfjubiläum aufmerksam macht. Quelle: Tom Schröter

Festansprachen stehen um 13 Uhr auf dem Plan. Anschließend sorgen diverse Stände von Hohendorfer Vereinen, ein kulinarisches Angebot sowie verschiedene kulturelle Einlagen, dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Mit von der Partie sind unter anderem die Wolgaster Jagdhornbläser, die Senioren- und die Kindertanzgruppe des örtlichen Carnevalclubs und die Humorband „Die Melker“ aus Norderstedt.

Nach einem Vereinsspiel um 17 Uhr sind ab 18.30 Uhr die Wolgaster Musikband „Hag Stone“ sowie das Duo Justin Winter & Tom Mathis zu erleben. Ab 21 Uhr folgt Tanzmusik mit Heiko + Christof, die von Einlagen der Karnevalisten komödiantisch garniert wird. Ein Feuerwerk wird um 22 Uhr den Himmel über Hohendorf erhellen. Den Tag über sind eine Traktoren-Technikschau, historische Schlepper und rassiges Geflügel zu bestaunen. Am Sonntag folgt ab 10 Uhr ein musikalischer Frühschoppen mit dem 1. Pommerschen Blasorchester Wolgast.

Blick auf die Hohendorfer Durchfahrtsstraße in Richtung Kirche um das Jahr 1900. Quelle: Privatarchiv

Hohendorf wird erstmals in der Anklamer Chronik in einer Urkunde vom 5. Dezember 1319, damals noch als „Hogendorp“, namentlich erwähnt. Entstanden, da sind sich Erforscher der Ortshistorie sicher, ist das Dorf jedoch schon im Jahr 1230. Erkenntnisse zur Geschichte zeigen, dass das Dorf mehr als einmal vom Unglück in Form von Pest, Brand, Überschwemmung, Plünderung und Krankheit heimgesucht wurde.

Heute hat der Ort Hohendorf laut Auskunft aus dem Einwohnermeldeamt 624 Bewohner. Mehrere Einheimische machen sich für ihr Ortsjubiläum stark. Die örtliche Peeneland Agrar GmbH zum Beispiel kreierte aus Strohballen maßstabsgetreu einen Mähdrescher vom Typ Lexion 770, der seit etwa zwei Wochen an der Bundesstraße 111 nahe der Abfahrt nach Pritzier die Blicke der Vorbeifahrenden auf sich zieht. In Hohendorf selbst weisen auf mehreren Grundstücken Werbebanner, Wimpel, Luftballons und lustige Figuren auf die 100-Jahr-Feier hin.

Von Tom Schröter

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