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Usedom Fast alle Mitarbeiter ganzjährig angestellt
Vorpommern Usedom Fast alle Mitarbeiter ganzjährig angestellt
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14:42 28.01.2019
Das Kaiser Spa Hotel zur Post in Bansin gehört zu den Mitgliedern des Hotelverbandes Insel Usedom. Quelle: privat
Heringsdorf

“Gemeinsam geht es besser“ – das ist für das zurückliegende Reisejahr 2018 das Resümee des Vorsitzenden des Hotelverbandes Insel Usedom (HIU), Michael Raffelt. Der Verband zählt 17 Mitglieder mit 35 Einrichtungen. „Wir vereinigen die bedeutendsten Hotels auf der Insel. Dazu gehören die großen Häuser in den Kaiserbädern, in Koserow, Kölpinsee, Korswandt, Trassenheide, Zinnowitz und Liepe“, sagt Raffelt.

In diesen Häusern werden 2770 Zimmer mit insgesamt 5968 Betten vermarktet. „Diese Hotelbetten machen aber nur 10,2 Prozent der Gesamtkapazität aus, denn laut offizieller Statistik werden in den Orten der Mitgliedshotels insgesamt 58 579 Betten angeboten“, listet der Vorsitzende auf. Das stimme bedenklich. Denn in den Häusern des Hotelverbandes sind 1660 Mitarbeiter beschäftigt. Das Gros der Mitarbeiter, 95 Prozent, sei ganzjährig angestellt, also auch im Zeitraum von November bis März. Und das, obwohl in diesem Zeitraum nur 31,4 Prozent des Jahresumsatzes realisiert werde. „Die Arbeitsplätze in den Hotels sind zukunftssicher und langfristig angelegt, die Bedingungen hätten sich sehr verbessert einschließlich notwendiger Lohnerhöhungen“, sagt Michael Raffelt. An weiter steigenden Löhnen werde gearbeitet. Allerdings bedürfe es dazu besserer Rahmenbedingungen durch die Politik, da die ganzjährige Beschäftigung aller Hotelmitarbeiter zurzeit einen wesentlichen Anteil der erwirtschafteten Mittel bindet. „Auch wir brauchen wie in der Baubranche Unterstützung durch neue Saisonausgleichsmodelle“, so der Vorsitzende.

Völlig inakzeptabel ist für den gestandenen Hotelier Raffelt folgende Rechnung: Um einen Mitarbeiter ganzjährig zu beschäftigen, werden in den Hotels des Verbandes vier Betten vorgehalten. „Im Vergleich dazu stehen tausende Betten in Ferienwohnungen, die kaum steuerpflichtige Beschäftigungsverhältnisse nachweisen können. Dabei meinen wir nicht die Ferienwohnungen in den Privathäusern der Einwohner, sondern Spekulationsobjekte, in denen im Winter die Rollläden geschlossen sind“, redet Raffelt Klartext. Dieser Entwicklung müsse die Politik endlich und energisch einen Riegel vorschieben.

Erfreulich für den Hotelverband sei, dass in mehr drei Viertel der Häuser ein leicht gestiegener durchschnittlicher Zimmerpreis durchgesetzt werden konnte. Weniger Grund zur Freude gebe die Tatsache, dass trotz des Supersommers 2018 in nur 35,7 Prozent der Hotels eine höhere Auslastung als 2017 gab.

Für dieses Jahre stehen zwei große Aufgaben im Mittelpunkt der Arbeit des Hotelverbandes: „Das ist zum einen die Fachkräftesicherung. Im Verband werden 151 Azubis ausgebildet. Es stehen aber 318 Lehrstellen zur Verfügung. Daher werden wir ab März eine hauptamtlichen Geschäftsstelle betreiben, um eine verstärkte, gemeinsame Fachkräftewerbung in Deutschland und im Ausland zu organisieren.“ Zum zweiten soll mittels eigenem Unternehmen die Eigenvermarktung gestärkt und hohe Provisionen bei den Reisevermittlern eingespart werden. Um die Außenwahrnehmung zu stärken, wollen sich die Mitglieder des Hotelverbandes aktiv in die Organisation der Heringswochen einbringen. „Der Erfahrungsaustausch ermöglicht gemeinsame Lösungen für Probleme. Das stimmt uns für die Zukunft optimistisch“, meint Michael Raffelt.

Cornelia Meerkatz

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