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Usedom Ideen für Alt-Wolgast: Kino, Handwerk, Runge-Woche
Vorpommern Usedom Ideen für Alt-Wolgast: Kino, Handwerk, Runge-Woche
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11:46 19.06.2019
Steuerten ebenfalls Ideen für eine mögliche Wiederbelebung der Wolgaster Innenstadt bei (v.l.) Arne Koplin, Ben Arnold und Martin Schröter. Quelle: Tom Schröter
Wolgast

An den ersten drei Abenden wurden Leitplanken abgesteckt, sechs Themenfelder benannt und schließlich 20 Ziele erarbeitet. Beim vierten und vorerst letzten Treffen des Wolgaster Altstadtforums am Dienstagabend ging es nun final darum, konkrete Ideen, Visionen und Projekte für eine Wiederbelebung des von erheblichem Leerstand gekennzeichneten Stadtkerns vorzuschlagen.

Innenstadt-Manager Daniel Trebing verteilte eine Art Wunschzettel an die gut 30 interessierten Peenestädter, die in das Museum gekommen waren. Das Formular trug die Überschrift: „Wolgaster Innenstadt 2030 – Meine Idee“ und forderte die Ideengeber auch heraus, Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten der Finanzierung zu benennen.

Viele Vorschläge sind nicht neu

Viele der eingereichten Vorschläge sind nicht neu. In der Kategorie „Eigenmarke & touristische Angebote“ etwa wurden zum Beispiel eine intensive Willkommenskultur, der Betrieb eines Kinos und einer Bar, die Einrichtung eines großen Altstadtspielplatzes sowie die Schaffung regionaler Schiffsverbindungen angeraten. Unter der Position „Mobilität, Vernetzung & Orientierung“ fanden sich Vorschläge, wie eine verbesserte Fahrrad-Infrastruktur, der Einsatz eines Citybusses und eine barrierearme Innenstadt.

Beate Voigt und Philipp Porebski bewerten einige der eingegangenen Vorschläge für einen möglichst vitalen Stadtkern. Quelle: Tom Schröter

Zum Thema „Tradition & Geschichte“ wurden die Einrichtung einer Handwerkerroute mit Erlebniswerkstätten, ein jährlicher Gustav-Adolf-Umzug zur gleichnamigen Schlucht am Peenestrom, eine Philipp-Otto-Runge-Woche im Juli und ein Projekt „Auf den Spuren der Herzöge – Leben wie die Herzöge“ angeregt. Auch in Sachen „Bestandsentwicklung & Quartiersmanagement“ machten sich die Mitstreiter Gedanken. Hier wurde unter anderem vorgeschlagen, die Stadtverwaltung auf leere Altstadthäuser zu verteilen, anstatt – wie von der Stadtvertretung mehrheitlich beschlossen – am Platz der Jugend ein neues Rathaus zu bauen.

Regelmäßige Bürgersprechstunden auch außerhalb der Parlamentssitzungen, eine Stadtzeitung und sogar ein Pranger, an dem auf verwahrloste Immobilien hingewiesen wird, fanden Einzug in die Kategorie „Kommunikation zwischen Bürgern & Verwaltung“. Und für den Bereich „Kunst & Musik“ stand zum Beispiel die Verknüpfung von Flussschifffahrt-Gästen und Konzerten auf einem der anonym gehaltenen Wunschzettel.

Trebing: „Ich mache bewusst keine Versprechungen.“

„Die Ideen werden in das Innenstadtkonzept für Wolgast einfließen, das wiederum Bestandteil des neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sein wird, das 2020 beschlossen werden soll“, erklärte Trebing zum Abschluss. Der Manager kündigte darüber hinaus Gespräche mit der Verwaltung und der Kommunalpolitik an, um auszuloten, welche Vorschläge relativ schnell Realität werden könnten. Mit Versprechungen hielt sich Trebing bewusst zurück.

Hier der bekannte Blick von der St. Petri-Kirche auf den Marktplatz und das historische Wolgaster Rathaus. Quelle: Tom Schröter

Bei der Sichtung der Wunsch-Formulare fiel auf, dass, wenn es um die betreffende Zuständigkeit ging, zumeist die Stadtverwaltung sowie Vereine und Institutionen, nicht jedoch konkrete Personen angeführt wurden. In der Sparte Finanzierung wiederum hofft die große Mehrheit der Visionäre auf die Gewährung öffentlicher Zuschüsse.

Das Altstadtforum ist mit den vorliegenden Ergebnissen nicht passé. Für den Spätsommer kündigte Trebing einen Stadtspaziergang an, wobei besondere Problembereiche der Altstadt angesteuert und vor Ort gemeinsam Überlegungen für eine Lösung angestellt werden sollen. Im Herbst solle zudem das Innenstadtkonzept Gegenstand eines öffentlichen Forums sein.

Tom Schröter

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