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Usedom Im Ernstfall geht es um Menschenleben
Vorpommern Usedom Im Ernstfall geht es um Menschenleben
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17:48 07.03.2017
Berner-Sennenhündin Leila ist auf die Flächensuche spezialisiert. Sie bleibt bellend vor Anika Remde-Priemer stehen, bis Hilfe kommt.
Berner-Sennenhündin Leila ist auf die Flächensuche spezialisiert. Sie bleibt bellend vor Anika Remde-Priemer stehen, bis Hilfe kommt. Quelle: Katharina Ahlers
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Demenzkranke Senioren, die sich verlaufen, oder suizidgefährdete Menschen: Etwa 26 Mal im Jahr rückt die Rettungshundestaffel der DRK-Kreisverbandes Ostvorpommern-Greifswald zu einem Einsatz aus. Das Team, das derzeit aus 14 Mitgliedern besteht, wird oftmals von der Polizei hinzugerufen.

„Einmal wurde es ein älterer Mann gesucht. Er war demenzkrank und ist ins Gebüsch gelaufen. Dort ist er gestürzt und lag unter seinem Rollator“, erinnert sich Staffelleiterin Anette Quandt. 150 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr hätten gesucht – sogar per Hubschrauber. Schließlich habe einer der Vierbeiner den Rentner aufgespürt. „Wenn die Hunde jemanden finden, macht mich das stolz – dann hat sich die Arbeit ausgezahlt“, sagt die 53-Jährige.

Etwa zehn Stunden wöchentlich müsse in die Rettungshundearbeit investiert werden. „Nicht nur der Hund muss einiges leisten“, sagt Quandt. So gehört für die Besitzer eine Sanitätsausbildung sowie Karte-Kompass-Kunde zur Ausbildung. Nach etwa drei Jahren steht die erste Prüfung an, alle 18 Monate müssen Hund und Herrchen erneut ihr Können unter Beweis stellen.

Katharina Ahlers