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Usedom Jobcenter zahlt Zuschüsse in Millionenhöhe
Vorpommern Usedom Jobcenter zahlt Zuschüsse in Millionenhöhe
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09:07 26.01.2019
Etwa 65 Personen sollen in diesem Jahr im Zuständigkeitsbereich des Jobcenter Vorpommern-Greifswald Nord vom neuen Teilhabechancengesetz profitieren. Quelle: Tilo Wallrodt
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Wolgast

13 Millionen Euro will das Jobcenter Vorpommern-Greifswald Nord in diesem Jahr in arbeitspolitische Instrumente investieren. „Unser erklärtes Ziel ist es, vor allem langzeitarbeitslose Hartz IV-Empfänger und Personen aus Bedarfsgemeinschaften mit Kindern wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärt Gunther Gerner, Leiter des Jobcenters mit den Standorten in Wolgast, Greifswald und Anklam.

Neu im Programm sind seit 1. Januar Leistungen nach dem sogenannten Teilhabechancengesetz. „Rund 65 Personen“, so Gerner, „sollen in diesem Jahr von diesem Instrument profitieren, das im Paragraf 16i des SGB II verankert ist und eine Besonderheit darstellt.“ Denn: Der Lohnkostenzuschuss für die Teilnehmer wird in den ersten beiden Jahren in Höhe von 100 Prozent gefördert. In den drei Folgejahren verringert sich der Zuschuss lediglich um jeweils zehn Prozent. Die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre. Allerdings müssen die Teilnehmer bestimmte Zugangsvoraussetzungen erfüllen; so müssen sie zum Beispiel älter als 25 Jahre sein und seit mindestens sechs Jahren während der letzten sieben Jahre SGB II-Leistungen beziehen.

„Ich schätze ein, dass im Bereich des Jobcenters Nord insgesamt etwa 1000 Personen für dieses Instrument in Betracht kommen“, so der Behördenleiter. Vornehmlich eigne sich das Programm für den Helfer-Bereich in Branchen, wie etwa der Hotellerie, des Garten- und Landschaftsbaus und des Handwerks. Es gebe aber „keinen Grund, dies auf bestimmte Branchen zu konzentrieren“.

Des Weiteren will das Jobcenter Nord in diesem Jahr etwa 300 ihrer Kunden eine berufliche Weiterbildung zukommen lassen. „60 Teilnehmer sollen auf diese Weise innerhalb von zwei Jahren eine abgeschlossene Berufsausbildung erreichen“, sagt Gunther Gerner. Der Hintergrund: „Leute mit Berufsabschluss verdienen in Deutschland in ihrem Leben durchschnittlich etwa 300 000 Euro mehr als Leute ohne Ausbildung.“

Einen Eingliederungszuschuss können wiederum Personen erhalten, die – aus welchen Gründen auch immer – bei der Aufnahme einer Arbeit über einen gewissen Zeitraum hinweg noch nicht die volle Leistung bringen können. 265 Menschen sollen in diesem Jahr von diesem Instrument profitieren. Hinzu kommen in der Planung für 2019 etwa 625 Personen, die im Rahmen von Ein-Euro-Jobs vom Jobcenter Geld erhalten.

Gerner verweist auf den gestiegenen Bedarf an Arbeitskräften auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Um den Stand auch in Zukunft zu halten, gelte es unter anderem, das im Kreise der Jobcenter-Kunden vorhandene Arbeitskräfte-Potenzial möglichst auszuschöpfen.

Tom Schröter

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