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Usedom Bachs Johannes-Passion im Januar im Dom
Vorpommern Usedom Bachs Johannes-Passion im Januar im Dom
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15:54 12.12.2018
Unichor, Unisinfonieorchester und die Kammerphilharmonie Vorpommern sowie Solisten aus München, Berlin und Greifswald gestalteten im Januar dieses Jahres die Messias-Aufführung. 1000 Zuhörer waren zum Benefizkonzert zugunsten der OZ-Weihnachtsaktion und der Domsanierung in den Dom St. Nikolai gekommen.
Unichor, Unisinfonieorchester und die Kammerphilharmonie Vorpommern sowie Solisten aus München, Berlin und Greifswald gestalteten im Januar dieses Jahres die Messias-Aufführung. 1000 Zuhörer waren zum Benefizkonzert zugunsten der OZ-Weihnachtsaktion und der Domsanierung in den Dom St. Nikolai gekommen. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Es wird wieder rappelvoll werden im Greifswalder Dom St. Nikolai, wenn am 19. Januar bei einem Benefizkonzert Bachs Johannis-Passion „Ruhet wohl, Ihr heiligen Gebeine!“ erklingt. Die 100 Sängerinnen und Sänger des Universitätschores sowie 60 Musiker des Universitätssinfonieorchesters und der Kammerphilharmonie Vorpommern sowie Solisten aus München und Berlin –Friederike Schönherr, Sopran, Saskia Klumpp, Alt, Johannes Klügling, Tenor und Timo Janzen, Bariton – hoffen, dass dann wieder wie in diesem Jahr 1000 Zuhörer restlos begeistert sind. Mit dem Benefizkonzert werden die OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ und die Domsanierung unterstützt.

Universitätsmusikdirektor Harald Braun, der die Leitung des Konzertes inne hat, führt die Zusammenarbeit zwischen den Klangkörpern und der OZ seit Jahren fort. Immer wieder kommen andere große Werke zu Gehör. „Es soll auch bei der Johannis-Passion ein unvergesslichen Abend geben. Es ist das wohl umfangreichste chorsinfonische Werk des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach“, betont der Universitätsmusikdirektor. Die Johannes-Passion (Passio secundum Johannem, BWV 245) ist neben der Matthäus-Passion (BWV 244) die einzige vollständig erhaltene authentische Passion von Johann Sebastian Bach. Sie ergänzt den Evangelienbericht nach Johannes von der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu Christi durch Choräle und frei hinzugedichtete Texte und gestaltet ihn musikalisch in einer Besetzung für vierstimmigen Chor, Gesangssolisten und Orchester. Das etwa zwei Stunden dauernde Werk wird heute meist als Konzertmusik aufgeführt, hat seinen ursprünglichen Platz jedoch im Gottesdienst und wurde am Karfreitag, dem 7. April 1724, in der Leipziger Nikolaikirche uraufgeführt.

Die Proben für das Konzert im Dom St. Nikolai laufen seit September und sind nicht immer leicht, da alljährlich zum Semesterbeginn ein Teil des Unichores wechselt. Und die neuen Chormitglieder müssen natürlich erst das Repertoire erlernen, das die anderen schon vorrätig haben“, sagt Harald Braun. Doch er ist zuversichtlich, dass die Aufführung wieder ein besonderer Kunstgenuss wird.

In diesem Januar verzauberten Unichor, Unisinfonieorchester und Kammerphilharmonie Vorpommern mit Georg Friedrich Händels Meisterwerk „Messias“ in der selten gespielten Fassung von Mozart. Die Karten waren schnell vergriffen. Auch jetzt läuft bereits der Vorverkauf für die Johannis-Passion. Karten für das Konzert am 19. Januar um 19 Uhr gibt es zum Preis von 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) in der Greifswald-Info, in der Buchhandlung Scharfe in Greifswald und an der Abendkasse. „Je mehr Karten wir im Vorverkauf veräußern, umso mehr können wir an die Weihnachtsaktion spenden“, macht Braun deutlich. Denn: Von jeder verkauften Karte gehen ein Euro an die OZ-Weihnachtsaktion und an die Domsanierung.

„Wir sind alle sehr erwartungsfroh, wenn es um das Konzert geht. Die Publikumsresonanz war immer sehr groß. Die gut 1000 Besucher in Januar dieses Jahres stellen aber einen echten Rekord dar, denn auch wir Musiker haben den Dom selten so voll erlebt. So etwas vergisst man nicht“, sagt Harald Braun.

Konzert: 19. Januar 2019, Dom St. Nikolai, Beginn 19 Uhr.

Cornelia Meerkatz

12.12.2018
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