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Usedom „Juhu, ich habe eine Qualle!“
Vorpommern Usedom „Juhu, ich habe eine Qualle!“
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00:00 18.08.2017
Harald Heinz (Mitte) erklärt den kleinen Strandforschern, was sie in ihren Keschern haben. Quelle: Foto: Gert Nitzsche
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Heringsdorf

Ein kleiner Teller mit schwimmenden Fischen am Boden der Kurmuschel übt für Bela, Emma, Mathilda, Hanna und die anderen „Forscher“ eine unglaubliche Faszination aus. Denn winzige Hornfische, Wasserasseln und eine Flunder hat Forschungsleiter Harald Heinz zuvor gefangen und nun präsentiert. Der pensionierte Lehrer hat sich als Biologieexperte viel mit der Natur, besonders dem Küstenschutz und den heimischen Wäldern beschäftigt. Über viele Jahre hinweg hat er eine Arbeitsgemeinschaft Umwelterziehung geleitet, ist zudem noch Abgeordneter in seiner Gemeinde.

Zum Treffpunkt an der Heringsdorfer Konzertmuschel finden sich 13 Kinder mit Geschwistern, Eltern oder Großeltern ein. Natürlich haben die Kids zwischen vier und elf Jahren Kescher, Schaufel und Eimer dabei und sind total neugierig, was da kommt.

Noch bevor die Einweisung zur Tour an den Ostseestrand beginnt, belagern die Urlauber aus vielen Teilen Deutschlands den gebürtigen Insulaner mit ihren Fragen. Ob zu den verschiedensten Fischarten, wo sie geangelt werden, bis hin zu Muscheln oder Bernstein – er ist um keine Antwort verlegen. Für gute Fangergebnisse und eine komplette Muschelsammlung lobt er eine kleine Belohnung aus.

Praktikant Colin Zornow zieht eine Linie dicht am Wasser. Die Kinder ziehen Schuhe und Strümpfe aus, stellen die Eimer ab und dann wird die Ostsee mit dem Kescher gestürmt. „Ich glaube ich habe einen Hornfisch“, jubelt Leonhardt (10) aus Haan (Nordrhein-Westfalen). „Juhu, ich habe eine Qualle! Wer möchte sie einmal anfassen?“, ruft Fabian (7) aus Passau (Bayern). Nicht nur die fünfjährige Mathilda, die Zwillinge Amelie und Emma (beide 6 Jahre), Nina (5), Jessica (6) sowie Hanna (9) und Bela (7), vielmehr auch die Eltern sind emsig beim kleinen Beutezug im Meer dabei.

Immer wieder ist Harald Heinz umlagert. Er kennt sich eben bestens aus mit den Lebewesen im Uferbereich. Kleine Fische und Garnelen haben sich in den Kescher verirrt und neben den zu erratenden Sandklaffmuscheln, Glas- und Herzmuscheln finden die kleinen Forscher noch winzig kleine Bernsteinstückchen in ihrem Eimer. „Das war die kleine Belohnung, das haben sich die Kids verdient“, so Heinz.

Nach einer Stunde trennt sich die Gruppe, einige Kids wollen noch weiter Keschern. Vielleicht sollten derartige Veranstaltungen öfter stattfinden: „Eine tolle Idee, den Kindern so das Leben im Uferbereich näher zu bringen, das hat uns super gefallen“, so Susanne und Michael aus Engstfeld (NRW), die vor wenigen Tagen an der Mecklenburgischen Seenplatte geheiratet haben. G.

Nitzsche

OZ

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