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Usedom Junge Denkmalschützer erkunden alte Herzogstadt
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Junge Denkmalschützer erkunden alte Herzogstadt Wolgast

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15:35 22.01.2020
Am Mittwoch nahmen die jungen Leute, die zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren, die St. Gertrud-Kapelle auf dem Alten Friedhof in Wolgast in Augenschein. Die Sanierung der Kapelle neigt sich ihrem Ende. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Traditionelle Handwerkskunst und Wolgaster Regionalgeschichte stehen im Mittelpunkt einer einwöchigen Exkursion von 20 jungen Leuten, die in Regie der Jugendbauhütte Stralsund in Wolgast Station machen. „Es handelt sich um Jugendliche im Alter von 17 bis 20 Jahren, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Denkmalpflege absolvieren, um sich beruflich zu orientieren“, erläutert Projektleiter Christian Barth. Gefördert wird die Projektwoche von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Während die Teilnehmer sonst bei Restauratoren, in einschlägigen Handwerksbetrieben, Museen, Denkmalbehörden und Architekturbüros mitarbeiten, um Einblicke in ihr mögliches künftiges Betätigungsfeld zu bekommen, stehen auch mehrere Projektwochen auf dem Jahresplan. Bei ihrem Aufenthalt in Wolgast führte sie im Museum Karin Focke in die Kunst des Teppichknüpfens ein. Die Freester Fischerteppiche oder auch „Perser der Ostsee“ genannt werden seit 1928 geknüpft und zeichnen sich durch eine besondere Fertigungsweise und spezielle Motive aus.

„Wir konnten das Handwerk auch selbst am Knüpfstuhl ausprobieren“, so Barth. Darüber hinaus zeigte ihnen Anja Müller, die in Wolgast die Werkstatt „Verflochtenes“ betreibt, wie auf traditionelle Weise Körbe geflochten werden. „Es geht uns dabei darum, Jugendliche mit althergebrachter Handwerkskunst vertraut zu machen, die auszusterben droht“, meint der Projektleiter.

Die St. Gertrud-Kapelle auf dem Alten Friedhof in Wolgast wird seit etwa zwei Jahren saniert. Dabei gab der Sakralbau mehrere interessante Details preis. Quelle: Tom Schröter

Museumsleiter Stefan Rahde führte die jungen Gäste überdies in die Geschichte der alten Herzogstadt ein. Am Mittwoch führte Dietmar Gallinat, baubegleitender Restaurator, die Abordnung auf dem Alten Friedhof durch die St. Gertrud-Kapelle, die seit etwa zwei Jahren aufwendig saniert wird. Die Arbeiten sind inzwischen so gut wie abgeschlossen; voraussichtlich am 30. Mai 2020 soll der 600 Jahre alte wertvolle Sakralbau feierlich wieder eröffnet werden. Gallinat zeigte den künftigen Denkmalschützern Weihekreuze und Nischen, die im Zuge der Arbeiten wieder auftauchten, vollzog frühere Gestaltungsvarianten und Ausmalungen der Kapelle nach und zeigte, was sich in den vergangenen Jahrhunderten im Inneren des zwölfeckigen Bauwerks verändert hat.

Die Besucher bestaunten das imposante Sterngewölbe, das gemäß dem im Jahr 1868 umgesetzten Farbkonzept jetzt neu ausgemalt wurde, und das ebenfalls von 1868 stammende Gestühl, das repariert wurde und sein ursprüngliches braunes Farbkleid samt der Holzimitation zurück erhalten soll.

Von Tom Schröter

Die Polizei eilte am Mittwoch gegen 12 Uhr mit Sondersignal zum Hagebaumarkt ins Wolgaster Industriegebiet. Zeugen verständigten die Polizei, dass ein Mann mit einem Messer durch den Markt rennt. Laut Polizei bedrohte oder verletzte aber niemanden mit dem Messer. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten fest, dass er noch eine gestohlene Gartenschere dabei hatte.

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