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Usedom Käufer für Brandruine gesucht
Vorpommern Usedom Käufer für Brandruine gesucht
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00:00 21.01.2016
Ingrid und Günther Rumler sind der Feuerwehr für die Umsicht bei dem nächtlichen Einsatz dankbar. Sie hatten Angst, dass ein Funkenflug ihr Dach in Brand setzen könnte. Nebenbei bemerkt: Der 80-Jährige ist der dienstälteste OZ-Zusteller. Quelle: Ingrid Nadler
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Liepe

Die Polizei schließt nach dem Brand einer Scheune in Liepe (OZ berichtete) einen technischen Defekt als Ursache für das nächtliche Feuer aus. „Wir gehen von Brandstiftung aus.

Ob das Feuer fahrlässig oder vorsätzlich gelegt wurde, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben“, erklärt Polizeisprecher Helmut Walther auf OZ-Nachfrage.

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Es ist knapp drei Wochen her, dass Günther und Ingrid Rumler in Liepe durch den Scheunenbrand direkt vor ihrer Haustür beinahe selbst Haus und Hof verloren hätten. Der 80-Jährige war gegen 1.30 Uhr von seiner Frau Ingrid aus dem Schlaf gerissen worden, weil sie auf der gegenüberliegenden Straße ein lautes Knallen vernommen hatte. Als die beiden aus dem Fenster schauten, brannte das Dach der Scheune auf dem leerstehenden Grundstück bereits lichterloh. Die von Rumlers herbeigerufene Feuerwehr war zum Glück schnell zur Stelle.

Kurz nach der Alarmierung waren neben den Feuerwehrleuten aus der eigenen Gemeinde die Wehren aus Benz, Stolpe, Dargen, Usedom und Mellenthin zum Löscheinsatz angerückt. Insgesamt kümmerten sich rund 60 Männer in dem kleinen Dorf um die Gefahrenabwehr. Rumlers Haus mit dem reetgedeckten Dach war besonders gefährdet. „Deshalb haben wir uns als erstes für den Nachbarschaftsschutz entschieden und die umliegenden Dächer feucht gehalten“, schaut Gemeindewehrführer Robert Köster auf den Einsatz zurück.

Als das Feuer gelöscht war, haben die Männer die Brandruine, die unmittelbar an der Kreisstraße 34 steht, noch in der selben Nacht aus Sicherheitsgründen eingerissen. Köster ist froh, dass auch bei diesem Einsatz alles gut gegangen ist. Und auch darüber, dass er Ende des vergangenen Jahres hartnäckig immer wieder auf den desolaten Zustand etlicher Hydranten in der Gemeinde aufmerksam gemacht hatte. Seit dem sei der Wasserzweckverband schon mehrfach vor Ort gewesen und um eine Verbesserung der Situation bemüht. Die Funktionsüberprüfung würden die Kameraden seit Jahren selbst übernehmen, die Mängelbeseitigung dürfe aber nicht wieder so schleifen. Lobende Worte findet Robert Köster für die Gemeindevertretung. Die Zusammenarbeit habe sich sehr gut entwickelt. So könnten die ehrenamtlichen Brandlöscher, die zudem noch eine besondere Aufgabe im Katastrophenschutz zu erfüllen haben, in Kürze mit einem neuen Mannschaftstransportwagen rechnen.

Das Grundstück, auf dem die Brandruine nun auf verheerende Weise an die Nacht vom 1. zum 2. Januar erinnert, wird im Internet seit geraumer Zeit zum Verkauf angeboten.

Nach Auskunft der Heringsdorfer Immobilienmaklerin Petra Arnhold gibt es mehrere Interessenten. Erst am Samstag sei sie wieder mit einem potentiellen Käufer vor Ort gewesen.

Wir gehen mittlerweile von Brandstiftung aus.“Helmut Walther, Sprecher der Polizei



Ingrid Nadler

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