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Usedom Karlshagen auf Usedom: Planung für neues Hotel auf Zielgerade
Vorpommern Usedom Karlshagen auf Usedom: Planung für neues Hotel auf Zielgerade
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18:44 03.09.2019
So soll das neue Hotel in Karlshagen einmal aussehen. Quelle: Visualisierung Axel Höer
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Karlshagen

Mit seiner Ankündigung im Wahlkampf, den angestrebten Hotelneubau auf dem Areal an der Ecke Dünenstraße/Strandstraße zu verhindern, hat der neue Karlshagener Bürgermeister Sven Käning sicher die eine oder andere Stimme im Ostseebad geholt. Dass das Unterfangen allerdings schwierig werden dürfte, liegt auch daran, dass der Investor inzwischen rund 1,8 Millionen Euro für Planungskosten investiert hat, wie Richard Bernd Tenner, Generalbevollmächtigter der RRK Holding GmbH, sagt.

Die Leonwert Immobilien GmbH aus Potsdam und die RRK aus Grünheide wollen in Karlshagen ein Familienhotel bauen. „Im September soll der Bebauungsplan beschlossen werden, im Mai 2020 hoffen wir auf die Baugenehmigung, im September soll dann Baustart sein“, sagt Tenner, der weiter fest entschlossen ist, das Millionen-Projekt im Inselnorden umzusetzen. „Bei den geschätzten Baukosten liegen wir mittlerweile bei 35 Millionen Euro“, so Tenner.

Segelboote auf dem Dach

Nach der B-Plan-Anpassung, die noch durch den Gemeinderat muss, soll der Drei-und Vier-Geschosser im Stil eines Kreuzfahrtschiffes errichtet werden. Auf dem Dach sollen sieben Segelboote platziert werden, die jeweils für vier Personen als Ferienwohnungen (Kajüten) vermietet werden können. Des Weiteren soll es einen Wellnessbereich mit Schwimmbad sowie Geschäfte und Restaurants geben. Geplant sind weniger als 300 Betten.

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Für Käning ist das ein „überdimensioniertes Vorhaben. Das passt nicht zu Karlshagen. Ich sehe auch nicht die saisonverlängernden Maßnahmen.“ Das Projekt zu verhindern, liege aber nicht in seinem Ermessen. „Ich allein kann es nicht. In den Fraktionen gibt es aber neue Gemeindevertreter. Mal schauen, wie sie zum Hotel stehen. Ich habe Einladungen zu den Sitzungen der Fraktionen bekommen. Da werden wir auch über den Hotelneubau reden“, kündigt Käning an.

40 Wohnungen für Hotelangestellte

Von einer Saisonverlängerung will Tenner gar nicht sprechen. „Das Hotel arbeitet ganzjährig durch. Wir haben 65 ganzjährige Arbeitsplätze.“ Deshalb sollen in der Straße des Friedens Wohnungen gebaut werden – vorrangig für die Mitarbeiter. Für rund zehn Millionen Euro sind insgesamt 40 Wohnungen geplant, die eine Größe von 65 bis 82 Quadratmeter haben. Dazu kommt eine Tiefgarage mit 45 Stellplätzen. „In Absprache mit der Kommune werden das keine Ferienwohnungen. Der Wohnraum soll zu ortsüblichen Mieten den Angestellten des Hotels und dem örtlichen Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden“, so der Generalbevollmächtigte. Die Wohnungen sollen im Februar 2022 übergeben werden – gut zwei Monate vor der geplanten Fertigstellung des Hotels.

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Wer das Haus künftig betreibt, bleibt weiter ein Geheimnis. „Es gibt drei renommierte Bewerber – im Moment ist noch Stillschweigen vereinbart. Im November soll eine Entscheidung getroffen werden. Es handelt sich um drei starke mittelständische Hotelbetreiber.“

Am Dienstag hat sich der Karlshagener Bauausschuss mit dem Entwurf für die Mitarbeiterwohnungen beschäftigt, wie Architekt Axel Höer aus Bad Lausick (Sachsen) informiert. „Ursprünglich wollten wir an dem Abend auch den Abwägungsbeschluss für den B-Plan Hotelbau beraten. Das müssen wir um einen Monat verschieben, weil noch ein Gutachten zum Grundwasserschutz aussteht“, sagt Höer.

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