Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Karlshagen plant Erlebnispfad auf der Düne
Vorpommern Usedom Karlshagen plant Erlebnispfad auf der Düne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
12:43 22.12.2018
Die Stufen des künftigen Dünenerlebnispfades in Karlshagen sollen beleuchtet werden. Quelle: Thomas Niessen
Anzeige
Karlshagen

Spazieren gehen durch die Düne – in der Gemeinde Loddin ist das bereits möglich. Vor mehreren Jahren wurde dort ausgehend vom Hauptrettungsturm zwischen Kölpinsee und Stubbenfelde auf neun Meter langen Stahlpfählen ein barrierefreier Dünenweg gebaut – der erste auf dem deutschen Teil Usedoms.

Nun könnte ein zweiter folgen. Die Karlshagener Gemeindevertreter haben am Donnerstagabend mehrere Planungsaufträge für den Dünenerlebnispfad vergeben. Laut Verwaltungschefin Kerstin Teske hat sich bei der europaweiten Ausschreibung für die Gesamtplanung Thomas Niessen vom Büro für Landschafts- und Freiraumarchitektur in Bergen durchgesetzt. Er hatte bereits den Dünenweg in Kölpinsee geplant.

Anzeige

In Karlshagen soll die bestehende Promenade um rund 230 Meter erweitert werden. Der barrierefreie Erlebnispfad verläuft durch die natürlich gewachsene Dünenlandschaft der Ostseeküste. Mittels linearen LED Lichtbänder sollen die Stufen- und Sitzanlagen sowie das wegbegleitende Schrift- und Informationselement beleuchtet werden. „So können wir den Besucher sicher entlang der Promenadenerweiterung geleiten und die Erlebbarkeit und Nutzbarkeit der neu geschaffenen Anlage ist auch bei Dunkelheit gewährleistet“, sagt Niessen.

Das Projekt soll rund 2,6 Millionen Euro kosten. Für die Kommune ein gewaltiger Brocken, der ohne Fördermittel nicht zu stemmen ist, wie Marco Biedenweg, Kämmerer des Amtes Usedom Nord, betonte. Im beschlossenen Etat 2019, der über fünf Millionen Euro bei den Ausgaben vorsieht, ist der Dünenerlebnispfad bereits integriert. „Wir rechnen mit einer 90prozentigen Förderung. Bei der Gemeinde bleiben dann immer noch 260 000 Euro“, so Biedenweg. Ziel bei dem Vorhaben ist es, im kommenden Jahr alle erforderlichen Prüfverfahren abzuschließen. „Wenn wir Ende 2019 einen Fördermittelbescheid bekommen, könnten wir 2020 bauen“, sagt Verwaltungschefin Kerstin Teske.

Der Erlebnispfad ist eine Investition in die touristische Infrastruktur. Davon gibt es im Haushalt noch weitere Maßnahmen, „um dem Status als drittgrößte Tourismusgemeinde auf der Insel weiter und besser gerecht zu werden“, so Biedenweg. Für 1,5 Millionen Euro wird gegenwärtig die Hafenstraße saniert. Auf der Wunschliste der Karlshagener stehen auch die „Anpassung der Kreuzung der Straße des Friedens zuzüglich Parkplatzumverlegung“ für rund 230 000 Euro, die Errichtung eines Aufbaus für den Hort (500 000 Euro) auf die Schulaula – vorausgesetzt einer Förderung – sowie die Erneuerung der Außenanlagen von kommunalem Wohnraum (200 000 Euro). Im kommenden Jahr stehen auch Investitionen für Vorflutmaßnahmen an. Geplant sind der Durchlass Hafenstraße (140 000 Euro) sowie der Schöpfwerksneubau in Mölschow. Daran beteiligen sich Karlshagen, Trassenheide und Mölschow mit jeweils 50 000 Euro. Warten muss noch die Feuerwehr – für rund 600 000 Euro soll sie 2020 ein neues Hubrettungsfahrzeug bekommen.

Henrik Nitzsche

Usedom Wolgaster Verein startet durch - Sportschützen mit modernem KK-Schießstand
21.12.2018
Usedom 5. Bauabschnitt fertiggestellt - Am Wolgaster Fischmarkt rollt Verkehr
21.12.2018
Anzeige