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Usedom Karniner Brücke: 2,8 Mio. Euro für Planung
Vorpommern Usedom Karniner Brücke: 2,8 Mio. Euro für Planung
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15:05 08.07.2019
Das Hubteil der einstigen Karniner Brücke ist auf dem Peenestrom noch zu sehen. Quelle: Henrik Nitzsche
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Schwerin/Karnin

Über kaum ein anderes Verkehrsprojekt wurde so viel diskutiert und gestritten wie über den Wiederaufbau der Eisenbahnanbindung Usedoms über Karnin. Die Usedomer Eisenbahnfreunde des Aktionsbündnisses „Karniner Brücke“ setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, die Trasse von Ducherow nach Heringsdorf über Swinemünde wiederzubeleben. Kritiker sprechen von einem Projekt, was nicht finanzierbar ist. Die geschätzten Kosten liegen bei 150 Millionen Euro.

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) will nun mit einer Vorplanung für die Wiedererrichtung der 1945 zerstörten Karniner Brücke – lediglich das Hubteil ist noch zu sehen – die Chance erhöhen, dass das Projekt in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. „Aus diesem Grund wurden in den Entwurf des Landeshaushalts MV 2020/21 für Vorplanungen zur Karniner Brücke jeweils 1,4 Millionen Euro eingestellt. Das Kabinett hat den Entwurf gebilligt, der Landtag muss darüber noch abstimmen“, sagt Renate Gundlach, Sprecherin des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Das Land halte die zweite Bahnanbindung auf die Insel Usedom für ein wesentliches Verkehrsprojekt für die Insel. „Bedauerlicherweise hat der Bund die Karniner Brücke und diesen Streckenabschnitt 2015 nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen“, so Gundlach.

Haushalt: Erste Lesung im September

Die Landesregierung sieht die Verantwortung für solche Fernverkehrsprojekte der Bahn grundsätzlich beim Bund. „Das Energieministerium hält jedoch die Chance für eine Aufnahme dieses Bahnprojekts in den nächsten Bundesverkehrswegeplan für größer, wenn es gelingt, durch eine erste Grundlagenplanung die Kostenschätzungen und Rahmenbedingungen des Projekts weiter zu konkretisieren“, so die Sprecherin. Die erste Lesung des Haushaltsentwurfs im Landtag ist am 4. September 2019 geplant, die zweite am 11. Dezember. Dazwischen berät der Finanzausschuss zum Doppelhaushalt 2020/2021.

Günther Jikeli, Vorsitzender der Usedomer Eisenbahnfreunde, bezeichnet die Billigung der Minister-Riege als „entscheidenden Schritt. Ich bin zuversichtlich, dass das auch im Landtag eine Mehrheit findet. Damit können wir dann viel detaillierter planen und eine exaktere Kostenschätzung bekommen. 2013 hatte die Bahn bei den Kosten von 95 Millionen Euro gesprochen.“

Für Jochen Schulte, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ist das ein klares Signal der Landesregierung. „Nach einseitiger Vorleistung des Landes für Grundlagenplanung in Sachen Karniner Brücke muss der Bund spätestens nach einem positiven Machbarkeitsbefund seiner ureigenen Verantwortung für den Fernverkehr der Bahn nachkommen. Wenn die Planungsunterlagen und die Kostenschätzung auf dem Tisch liegen und positiv ausfallen, werden erneut Gespräche mit der Bundesebene über die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan anstehen“, so Schulte.

CDU-Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor hält den Wiederaufbau der Bahnstrecke über Karnin zwar für „recht teuer“, doch begrüßt er die Entscheidung des Kabinetts. „Bevor man bei solch einem Großprojekt über Kosten für Bund und EU spricht, braucht es planungsreife Unterlagen. Gut, dass das Land dafür jetzt Geld bereitstellt. Auf Bundesebene dürfte es mit den fertigen Unterlagen einfacher sein, das zu unterstützen.“

Henrik Nitzsche

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