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Usedom Kartoffelburg: Freispruch für Ex-Pächter
Vorpommern Usedom Kartoffelburg: Freispruch für Ex-Pächter
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00:00 08.11.2013
Wolgast

Im Gerichtsverfahren um das verschwundene Inventar der ehemaligen Gaststätte Kartoffelburg in Bansin ist der Angeklagte Marko Lafin (33) aus Zinnowitz gestern freigesprochen worden. Dem ehemaligen Untermieter wurde vorgeworfen, das gesamte Mobilar des Bansiner Lokals Ende des Jahres 2012 entwendet zu haben. Darunter Tresen, Tische, Stühle und elektrische Geräte der Kücheneinrichtung. Hauptgrund des Freispruchs: Lafin hat nachweislich seine Schlüssel bereits Wochen vor der Übergabe an die Vermieter zurückgeschickt. Er war aber nur Untermieter, auch die Mieter hatten noch Zugang. „Fakt ist, dass Dritte die Möglichkeit hatten, das Inventar zu entfernen“, sagte seine Verteidigerin. Der vorsitzende Richter Konstantin Tränkmann war am Ende gleicher Meinung.

Auch nach der Anhörung von drei weiteren Zeugen konnte gestern nicht restlos geklärt werden, wem die Einrichtung tatsächlich gehörte. Die Vermieter, ein Paar aus Neubrandenburg, hatten stets Pech mit den Betreibern. „Alle haben Mietschulden hinterlassen“, sagte Malve I. vor dem Wolgaster Amtsgericht. So blieben über die Jahre stets Möbel in den Räumen. Um den Mietschulden entgegenzuwirken, überließen sie den nächsten Mietern die Einrichtung immer wieder gegen einen Obolus. Nach Aussage ihres Mannes deckte der Betrag aber nie den wirklichen Wert der Einrichtung. Aus diesem Grund waren die Gegenstände weder vermietet noch verkauft. Eine Auflistung der Gegenstände gab es zwischendurch nicht.

Die Vermieter waren einverstanden, dass ihre zwei Mieter Andreas L. und Thomas M. die Räume weiterverpachteten. Bei den Übergaben waren sie aber nie dabei. „Das ist Sache der Mieter“, sagte die Eigentümerin. Vom Pächter Marko Lafin wussten sie jedoch zunächst nichts. „Das haben wir nebenbei erfahren.“ Aufgrund von Mietschulden wurde schließlich das Verhältnis mit Mietern und Untervermieter gekündigt.

Eine Brauerei hatte gegenüber dem Pächter Marko Lafin Ansprüche geltend machen wollen. Denn der Mieter Andreas L. hatte einen Vertrag zum Bierausschänken unterzeichnet und dabei der Brauerei die Einrichtung sicherheitsübereignet. Das hätte jedoch nicht passieren dürfen. Denn Andreas L. ging davon aus, nicht Eigentümer der Möbel zu sein. Das sagte er beim ersten Verhandlungstag vor drei Wochen. „Es ist nicht auszuschließen, dass der zweite Mieter das Inventar einbehalten hat“, sagte der Richter. Das Urteil falle somit im Zweifel für den Angeklagten. Thomas M. konnte vor Gericht nicht als Zeuge aussagen, weil keine Anschrift ermittelt werden konnte.

Es ist nicht auszuschließen, dass Dritte das Inventar haben.“Konstantin Tränkmann, Richter

Irene Burow

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