Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Kind verbrüht und gestorben: Anklage wegen fahrlässiger Tötung
Vorpommern Usedom Kind verbrüht und gestorben: Anklage wegen fahrlässiger Tötung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:01 23.07.2019
Gegen eine Mutter wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Quelle: Henning Kaiser/dpa
Anzeige
Wolgast

Neun Monate nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens aus Wolgast (Vorpommern-Greifswald), die an Verbrühungen starb, ist Anklage gegen die Mutter erhoben worden. Der damals 27 Jahre alten Frau wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, wie Martin Cloppenburg, Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sie habe die kleine Emma Anfang Oktober 2018 offensichtlich zu heiß gebadet. „Wir gehen nicht von einer vorsätzlichen Tat aus.“

Die Frau hatte das Kind nach einem „Erkältungsbad“ Schlafen gelegt. Am nächsten Morgen lag es tot im Bett. Eine Obduktion ergab als Todesursache großflächige Verbrühungen, wie der Sprecher sagte. Gutachtern zufolge sollen bis zu 30 Prozent der Haut verbrüht gewesen sein. Die Frau war damals mit dem Mädchen und einem drei Monate alten Baby allein zu Hause. Der Prozess soll am Amtsgericht Greifswald laufen, unklar sei aber noch wann.

Lesen Sie: Bei welchen Beschwerden Kinder zum Arzt sollten

Die Anklage stütze sich auch auf Angaben der Mutter gegenüber einem psychiatrischen Gutachter. Dieser habe bei der Frau eine „eingeschränkte Einsichtsfähigkeit“ festgestellt, sagte Cloppenburg. Somit könne es sein, dass sie „die Folgen ihres Handelns nicht übersehen hat.“ Hinweise auf Kindeswohlgefährdung hatte es vor dem Vorfall nicht gegeben, hieß es vom Jugendamt.

Verbrechen an Kindern in Mecklenburg-Vorpommern

Sechsjährige Leonie aus Torgelow getötet: Stiefvater unter Verdacht

Drama in Wolgast: Dreijähriges Mädchen stirbt an Verbrühungen

Nacht des Grauens: Mann sticht in Rostock mit Messer auf Säugling ein

In Rostocker Plattenbau: Polizei findet toten Säugling in Blumentopf

Babyleiche am Rostocker Straßenrand: Kleines Mädchen lebte bei Geburt

Das Geschwisterkind war nach dem Todesfall vom Kreisjugendamt in Obhut genommen worden. Zwei ältere Geschwisterkinder leben nach Angaben des Jugendamtes bereits in Pflegefamilien. Auf fahrlässige Tötung steht laut Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

Außerdem interessant: Immer mehr Opfer von Gewalttaten in MV

RND/dpa

In der Ostsee vor Peenemünde wurde am 11. Juli ein Flugzeugwrack entdeckt. Zunächst waren sich Experten sicher, dass es sich um einen amerikanischen Bomber handelt. Als sich die Historiker die Metallteile in Mellenthin genau ansahen, kamen sie zu einem ganz anderen Schluss.

23.07.2019

Ein Schaden von 3500 Euro ist in der Nacht von Sonntag zu Montag in Peenemünde entstanden. Bislang unbekannte Täter bohrten in Hafennähe zwei Parkscheinautomaten auf. Am Montagmorgen stellten Zeugen den Schaden fest.

22.07.2019
Usedom Schmucker Hafen in Usedom - Freigabe für die Wassersportler

Am 29. Juli sollen um 10 Uhr die ersten Boote in den schmucken Usedomer Hafen einlaufen. Die Einweihung des Hafenvorplatzes dauert noch, weil Spielgeräte und Bänke noch fehlen.

22.07.2019