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Usedom „Kinder sollen sich mit Kirche befassen“
Vorpommern Usedom „Kinder sollen sich mit Kirche befassen“
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16:11 01.07.2013
Vera Bäßmann begnügt sich vorerst mit der kleinen Dach-Ferienwohnung im Usedomer Pfarrhaus. Ihr Dienstsitz ist in Morgenitz. Quelle: in
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Usedom

„Ein paar Leute haben mich beim Einkaufen schon gegrüßt“, sagt Vera Bäßmann und freut sich darüber. Die 45-jährige Frau mit dem kurzen grauen Haar und dem offenen Blick ist seit dem 1. Juni neue Gemeindepädagogin im Pfarrsprengel Usedom. Sie tritt an die Stelle von Gundula Braun, die in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

Doch Vera Bäßmann sieht den Schwerpunkt ihrer Arbeit anders als ihre Vorgängerin, die die Seniorenbetreuung in den Mittelpunkt gestellt hat. Vera Bäßmann will vor allem die Kinder und Jugendlichen des Usedomer Hinterlandes erreichen, „sie ermutigen, sich mit Kirche zu befassen, an Dingen teilzunehmen und hoffentlich dabei erleben lassen, dass das Spaß macht und attraktiv sein kann.“ Wobei sie sich auch um jene kümmern möchte, „die kirchlich nicht sozialisiert sind.“

Die Gemeindepädagogin wohnt vorerst in der kleinen Dach-Ferienwohnung im Usedomer Pfarrhaus; ihr Dienstsitz wird aber Morgenitz sein. Die gebürtige Westfalin hat zuvor 22 Jahre als Diakonin in Hameln/Niedersachsen gearbeitet. Sie ist verheiratet und Mutter zweier fast erwachsener Söhne.

Während der 19-jährige Ole für ein Jahr in Togo/Afrika in einem Heim für straffällig gewordene Kinder und Jugendliche arbeitet und ab September in Hamburg Jura studieren will, beendet der 17-jährige Arne 2014 in der „Noch-Heimat“ die Schule. „Er braucht noch väterliche Begleitung“, erklärt Vera Bäßmann, warum ihr Ehemann Jens nicht gleich mit nach Usedom gekommen ist.

„Es ist ein neuer, spannender Lebensabschnitt, den wir ganz bewusst in einem neuen Bundesland erleben wollten“, erklärt die Neu-Insulanerin, die in Kassel Theologie und Sozialpädagogik studiert hat.

Sie ist eine ziemlich gute Zuhörerin und will verstehen lernen, wie das vor und nach der Wendezeit war. „Ich bin da völlig unvoreingenommen“, sagt sie.

Sie war schon zwei Wochen vor ihrem Dienstbeginn in Usedom und hat die gesamte Gegend mit der Fahrrad erkundet. Schon nach kurzer Zeit war Vera Bäßmann dem herben Charme des Achterlandes verfallen.

„Das ist hier fast noch unberührt, nicht so etepetete“, schwärmt sie. Ihr Mann und sie wollten schon immer möglichst nahe am Meer wohnen; nun kann der Traum in Erfüllung gehen. Bis Ende des Jahres will sie eine feste Bleibe für die Familie gefunden haben.

Die Zeit bis dahin wird ihr nicht lang werden, denn was schon jetzt auf ihrem Zettel steht, lässt eine engagierte Arbeiterin erahnen. In den ersten Wochen hat Vera Bäßmann Kontakte zu Kindergärten und Schulen geknüpft, mit Eltern gesprochen und gut hingehorcht, was da an Wünschen und Erwartungen ausgesprochen wurde. Unter anderem haben sich berufstätige Mütter wohnortnahe Ferien-Angebote für ihre Kinder gewünscht. Und so ist die Idee vom „Kinder-Kino mit Popkorn“ geboren worden.

Vom 22. bis 31. Juli sind Kinder ab sechs Jahren (oder kleinere in Begleitung) zum Filme gucken und Spielen in die Pfarrhäuser eingeladen. Und zwar jeweils von 10 bis 12 Uhr montags in Zirchow, dienstags in Usedom, mittwochs in Liepe und am 25. Juli in Benz. Nach den Ferien will die Gemeindepädagogin an den vier Standorten Kindergruppen bilden. Und darüber hinaus weitere offene Angebote für Jugendliche und Erwachsene unterbreiten, für die die Evangelische Jugend im Pfarrsprengel Usedom Veranstalter ist.

„Ich habe Fördermittel beantragt und bin zuversichtlich, dass wir Unterstützung bekommen werden“, sagt Vera Bäßmann, die sich auf viele Begegnungen und Gespräche in ihrer neuen Heimat freut.

Telefonisch ist die Gemeindediakonin unter ☎ 0151/50 03 265 erreichbar.

„Es ist ein neuer, Lebensabschnitt, den wir bewusst in einem neuen Bundesland erleben wollten.“Vera Bäßmann, Gemeindepädagogin

Ingrid Nadler

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