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Usedom Kinderärzte sind absolute Mangelware
Vorpommern Usedom Kinderärzte sind absolute Mangelware
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00:00 03.05.2017
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Wolgast

Dr. Andreas Kottmeier soll es nun richten. Zumindest aber soll der 55-Jährige wirksam daran mitarbeiten, dass die Einrichtung einer Pädiatrischen Portalklinik am Kreiskrankenhaus pünktlich und qualitativ hochwertig gelingt. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hat bekanntlich den 1. Juni als Startermin dafür versprochen. Und Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) teilt die Hoffnung vieler in Wolgast und auf Usedom, dass dieses Ziel auch erreicht wird. Zumindest äußerte er sich bei seinem jüngsten Besuch in der alten Herzogstadt so (die OZ berichtete).

Wie erst gestern mitgeteilt wurde, ist mit Kottmeyer ein gebürtiger Nordrhein-Westfale bereits seit dem 1. März damit beauftragt, „sich als anerkannter Fachmann um Umsetzung und Realisierung der Praxisportalklinik zu kümmern“, berichtet Geschäftsführerin Marie le Claire. Unter seiner Leitung arbeite ein ganzes Team daran, das Modellprojekt am Standort Wolgast erfolgreich zu etablieren.

Kottmeyer hat bereits in verschiedenen leitenden Positionen im Gesundheitswesen gearbeitet und war zuletzt Geschäftsführer einer Kinderklinik in St. Augustin. Er ist gelernter Krankenpfleger sowie Diplombetriebswirt und Gesundheitswissenschaftler.

Eine der schwierigsten Herausforderungen dürfte auch der wie leer gefegte Arbeitsmarkt im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin sein. diesbezüglich hatte Glawe bereits vor einer Woche im Gespräch mit dieser Zeitung angekündigt, unter Umständen zunächst auf ältere, bereits pensionierte Pädiater zurückgreifen und sie mit Honorarverträgen ausstatten zu müssen. Kottmeyer spricht zwar von „großer Unterstützung“, die die Wolgaster Klinik von Ärzten und Pflegekräften in der Kindermedizin der Uniklinika Greifswald und Rostock bekomme, doch „Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern, die sich in Wolgast einbringen möchten, sind herzlich willkommen.“ Nach der Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie sowie Kinderheilkunde haben sich Fachkräfte offenbar längst außerhalb – unter anderem in Anklam – einen neuen Job besorgt. Und mit einer womöglichen Rückkehr nach Wolgast ist natürlich sofort die Frage nach der Dauerhaftigkeit der neuen Modellösung verbunden.

Hingegen stehen bauliche Maßnahmen zur Herrichtung der Patientenzimmer unmittelbar bevor. Wie berichtet reicht das Land dafür auch Finanzmittel im sechsstelligen Bereich aus. Eingeschlossen in diesen Bereich der Vorbereitung sind Einrichtungsgegenstände und Medizintechnik.

Unterdessen haben die Protestler am Montag ihre Mahnwachen für die Wiedereröffnung der Klinikstationen fortgesetzt. Im Ostseebad Zinnowitz wurden über Mittag 187 Teilnehmer, darunter etliche Urlauber, gezählt; in Wolgast gingen knapp 60 Leute auf die Straße. Die Bürgerinitiative hat für den 8. Mai ab 17 Uhr eine weitere Mahnwache in Wolgast angemeldet, in Zinnowitz sind Aktionen für jeden Mai-Montag von 17 bis 18 Uhr in Vorbereitung. Verantwortlich: Social Bridges International.

Steffen Adler

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