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Usedom Hausverbot für SPD in Heringsdorfer Klinik
Vorpommern Usedom Hausverbot für SPD in Heringsdorfer Klinik
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14:45 21.12.2018
Die Rehaklinik befindet sich in der Heringsdorfer Delbrückstraße. Hier blitzten Sozialdemokraten und Gewerkschafter ab. Quelle: Lennart Plottke
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Heringsdorf

SPD-Mitglieder und Gewerkschafter von ver.di wurden jetzt in der Rehaklinik Usedom in Heringsdorf vor die Tür gesetzt, weil sie bei der Belegschaft für die Bildung eines Betriebsrates und den Eintritt in die Gewerkschaft geworben hatten. Sie verteilten Schoko-Weihnachtsmänner und ein Flugblatt. „Das war der Geschäftsleitung der Rehaklinik zuviel: Sie reagierte mit Hausverbot und Androhung einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch“, sagt Günther Jikeli, Vorsitzender der Insel-SPD.

George Kwakkernaat, Geschäftsführer der Rehaklinik, bestätigte gestern den Vorfall. „Sie standen morgens 6.30 Uhr am Personaleingang. Einige von unseren Mitarbeiterinnen fühlten sich bedroht und meldeten sich bei uns. Als die Leute am nächsten Morgen erneut dort standen, haben wir reagiert und mit einer Anzeige gedroht. Sie hätten sich für ein Gespräch anmelden können“, meint der Geschäftsführer.

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„Die Aktion fand an mehreren Kliniken der Insel statt. Ich habe durchweg Interesse wahrgenommen. Die Reaktion der Heringsdorfer Geschäftsführung bestärkt uns, die Rechte der Arbeitnehmer weiter zu stärken. Wir haben wohl in ein Wespennest gestochen“, sagt Falko Beitz (SPD). „Dieses Hausverbot stellt einen Angriff auf unsere Gewerkschaftsrechte dar“, empört sich Gewerkschaftssekretärin Martina Hartung. Ver.di werde das Hausverbot juristisch prüfen lassen.

Henrik Nitzsche

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