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Usedom Kreisverwaltung soll Anklam verlassen
Vorpommern Usedom Kreisverwaltung soll Anklam verlassen
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00:16 14.09.2015
Die Gebäude der Verwaltung in Anklam sind in keinem guten Zustand.“Patrick Dahlemann(SPD)
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Anklam

Der SPD-Land- und Kreistagsabgeordnete Patrick Dahlemann hat sich für einen Rückzug der Kreisverwaltung aus Anklam ausgesprochen. Mit Hinweis auf den schlechten Zustand der von der Verwaltung genutzten Gebäude empfahl der 27-Jährige, in Anklam angesiedelte Behörden an die deutlich besser ausgestatteten Verwaltungsstandorte Pasewalk und Greifswald zu verlagern.

Bei der CDU gibt man sich empört: Dahlemanns Äußerungen seien reine Polemik. Der von der SPD kürzlich zum Direktkandidaten für die Landtagswahl 2016 im Gebiet Uecker-Randow gekürte Jungpolitiker wolle offenbar bei den Bürgern seines Wahlkreises punkten, meint Jette Grabow, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Anklamer Land. Sie verweist auf einen Beschluss des Kreistags, demzufolge sowohl Greifswald als auch Pasewalk und Anklam Sitz von Kreisbehörden sein sollen. Kurz nach der Gebietsreform 2011 hatte sich das Parlament zu drei vollwertigen Verwaltungsstandorten bekannt. Bürgernähe und Erreichbarkeit der Verwaltung dürften nicht verlorengehen, hieß es damals.

„Wir stehen zu den beschlossenen drei Standorten“, beteuern Grabow und ihr Stellvertreter Steffen Göritz. Beistand erfahren sie vom Greifswalder CDU-Vorsitzenden und Kreistagsabgeordneten Axel Hochschild. „Wir sind uns da einig“, stellt der klar und teilt gegen Dahlemann aus. Dessen Vorstoß zeige, dass der SPD-Mann nach vier Jahren immer noch nicht im neuen Landkreis angekommen sei und nur innerhalb der eigenen Wahlkreisgrenze und damit bis zur Landtagswahl 2016 denke.

Indes, Dahlemann ist nicht der erste Kreispolitiker, der Bedenken zum Standort Anklam äußert. Mit Matthias Krins, Vorsitzender des Kreis-Finanzausschusses, ging ihm ausgerechnet ein CDU- Mann voran.

Gemeinsam mit dem Greifswalder FDP-Abgeordneten David Wulff hatte Krins bereits im Frühjahr am Verbleib der Verwaltung in Anklam gezweifelt. Angesichts der schlechten Finanzlage des Kreises sei die Situation infrage zu stellen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Kreis marode Gebäude in Anklam instand setzen möchte und zugleich ihm gehörende, gut sanierte Objekte in Pasewalk ungenutzt lässt“, meinten beide. Wie Dahlemann hatten sie angeregt, den Standort Anklam aufzugeben und die dort angesiedelten Behörden nach Greifswald oder Pasewalk zu verlagern.

In Anklam gibt es neun von der Kreisverwaltung genutzte Gebäude, die nicht alle dem Kreis gehören. Aus dem Amt für Immobilienmanagement heißt es, der Sanierungsbedarf sei groß. Da kommt eine Idee des ortsansässigen CDU-Landtags - und Kreistagsabgeordneten Bernd Schubert womöglich recht: Er schlägt vor, das teilweise leerstehende Lilienthalcenter im Herzen Anklams als möglichen Verwaltungsstandort prüfen zu lassen. Die CDU zumindest nimmt das ernst. „Wir werden darüber in unserer Kreistagsfraktion diskutieren“, verspricht Axel Hochschild.



Sven Jeske

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