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Usedom Leben mit dem Moor — Wie weiter im Thurbruch?
Vorpommern Usedom Leben mit dem Moor — Wie weiter im Thurbruch?
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00:00 16.03.2013
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Balm

16 Quadratkilometer umfasst das Thurbruch, eines der größten Niedermoorgebiete Norddeutschlands. Wie die Insulaner künftig an und mit diesem Areal gut leben können, steht jetzt im Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Projektes. Daran beteiligt sind Experten der Universitäten Kiel und Greifswald. Und Anwohner der Region — ein Bürgerforum.

An drei Wochenenden erstellen sie gemeinsam mit Experten aus Forschung, Behörden und Verbänden ein Gutachten. Kenntnisse über Landschaftsveränderung, Wassermanagement, Naturschutz und historische Nutzung fließen ein, wenn es um künftige Entscheidungen geht. Sowohl politischer Art, als auch umweltplanerischer Natur.

Dabei erörterten die Teilnehmer im Februar und März dieses Jahres besonders die Frage, ob die sogenannte Paludikultur (palus lateinisch Sumpf) eine Alternative für Mensch und Moor darstellt. Heute und morgen geht es in die abschließenden Beratungen, bevor am Sonntagnachmittag das Bürgergutachten öffentlich gemacht wird. Wie brisant dies sein dürfte, macht ein Beispiel deutlich. Bereits jetzt zeigen sich im Gebiet der Zerninseesenke bei Kamminke, die nicht mehr so wie früher entwässert wird, hohe Wasserstände. Gleichzeitig haben sich die Trinkwasserentnahmen aus dem Wolgastsee für Swinemünde verringert, so dass der Pegelstand bei Korswandt beachtlich angestiegen ist und ein Neubaugebiet in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ist dies bereits ein Vorgriff auf mögliche Situationen in den am Thurbruch liegenden Ortschaften wie Katschow, Labömitz, Kachlin und Zirchow? Oder verlieren die Bauern auf diesem Areal sogar ihre Lebensgrundlage? Lösungsvorschläge sollen nun vorgestellt werden.

Beim Umweltausschuss der Gemeinde Heringsdorf am Mittwoch war das Thema so wichtig, dass es als Extra-Tagesordnungspunkt auf die Agenda kam. Der Leiter des Ausschusses, Harald Heinz, kritisierte, dass die Gemeinde zu Gesprächen vor dem Bürgerforum nicht eingeladen worden sei. „Dabei haben wir einen Anteil von elf Kilometern am Gothensee. Nicht zu vergessen sind die Wiesen Ahlbecks“, sagte er.

„Wenn das Gutachten übergeben wird, sind doch alle Messen gesungen“, befürchtet die Ahlbeckerin Brigitte Will. „Und wir sollen dann nur noch Beifall klatschen. Hat man uns vielleicht mit Absicht vergessen?“ Malte Wiedemeyer sah hingegen noch keine Veranlassung für Protest: „Wir wollen aber einbezogen werden.“ Und so einigte man sich darauf, sich auf den neuesten Sachstand bringen zu lassen.

Am Sonntag, und darüber hinaus: „Wir werden die Leute von der Uni zu einer Infoveranstaltung einladen“, so Heinz. sta/ibu

Termin: 17. März, 16 Uhr, Hotel Balmer See. Die Vorstellung des Gutachtens ist öffentlich.

sta/ib

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