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Usedom Männer sprengen Automat in Koserow und werden gefasst
Vorpommern Usedom Männer sprengen Automat in Koserow und werden gefasst
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14:07 13.05.2019
In der Nacht zu Montag wurde das Auto der Verdächtigen am Platz der Jugend in Wolgast abgeschleppt und sichergestellt. Quelle: Tilo Wallrodt
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Koserow

Zwei Männer im Alter von 28 und 42 Jahren wurden am späten Sonntagabend in Wolgast von der Polizei festgenommen. Sie stehen im dringenden Tatverdacht, einen Parkscheinautomaten am Koserower Autokino gesprengt zu haben.

Ein Zeuge hörte gegen 20.30 Uhr einen lauten Knall und verständigte die Polizei in der Einsatzleitstelle. An dieser Stelle möchte sich die Polizei bei dem Hinweisgeber bedanken. Der Zeuge konnte die beiden Männer und das Fluchtfahrzeug detailliert beschreiben und gab somit den entscheidenden Hinweis.

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Mit insgesamt acht Fahrzeugen war die Polizei am Sonntagabend im Einsatz, um die Täter zu fassen. Nun werden auch Zusammenhänge mit anderen Sprengungen geprüft. Quelle: Tilo Wallrodt

Mit insgesamt acht Funkwagen waren die Beamten im Einsatz, um die Täter zu schnappen. Gegen 21.20 Uhr wurde das vermeintliche Tatfahrzeug am Platz der Jugend in Wolgast gestoppt.

Der Fahrer und der Beifahrer (ein 28-Jähriger aus Tessin und ein 42-Jähriger aus Wolgast) stehen im dringenden Tatverdacht den Parkscheinautomaten in Koserow gesprengt zu haben. Im Fahrzeug wurden Beweismittel (unter anderem Böller) gefunden und sichergestellt. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen.

Wie die Polizei mitteilt, sind beide Männer bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Die Staatsanwaltschaft Stralsund prüft derzeit den Antrag auf Erlass eines Haftbefehls.

Der Automat wurde komplett gesprengt. An die Geldkassette kamen die Täter jedoch nicht. Quelle: Polizei

Der Kriminaldauerdienst aus Anklam kam zum Einsatz und stellte am Tatort Teile von Pyrotechnik fest. Der Parkscheinautomat wurde vollständig zerstört. Teile des Automaten lagen in einem Umkreis von 25 Meter verstreut. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 5000 Euro. An die Geldkassette gelangten die Tatverdächtigen unterdessen nicht.

Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Anklam übernommen. Dabei wird auch ein möglicher Zusammenhang mit anderen Sprengungen von Automaten geprüft.

Hannes Ewert