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Usedom Manege frei für Wolgaster Grundschüler
Vorpommern Usedom Manege frei für Wolgaster Grundschüler
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16:36 09.09.2019
Marko Sperlich (links) und sein Sohn Steven begeistern Wolgaster Grundschüler auch für das Training am Trapez. Mit von der Partie sind hier Sophie, Emelie, Susan, Laura, Jakob und Romy. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Schulleiterin Katrin Hannemann macht den Anfang: Als sie sich mutig an die Wurfwand stellt und ihr Schicksal Marko Sperlich anvertraut, ist es urplötzlich mucksmäuschenstill im großen Zelt. Sicher bringt der Messerwerfer und Zirkusdirektor seine sechs spitzen Wurfelemente ins Ziel und Frau Hannemann kann aufatmen.

Spannung und Spaß stehen in dieser Woche bei den Grundschülern an der Wolgaster Baustraße im Mittelpunkt. Seit Sonntag thront das beeindruckende Chapeau des 1. Ostdeutschen Projektcircus Andre Sperlich auf dem Bolzplatz neben der Schule und am Montag begannen für die 277 Kinder hier die ersten Trainingseinheiten.

Vor vier Jahren Vertrag unterschrieben

„Vor vier Jahren haben wir den Vertrag mit dem Projektcircus unterschrieben und nun ist er endlich bei uns“, freut sich Katrin Hannemann stellvertretend für die Schülerschar. Zirkusleiter Marko Sperlich hatte während der Einweisung einige Mühe, die aufgeregten Erst- bis Viertklässler zur Ruhe zu bringen. Am liebsten wären die Mädchen und Jungen gleich zu ihrem jeweiligen Zirkusfachmann gestürmt, um für den ersten großen Auftritt zu proben.

Das Angebot der Fahrensleute lässt kaum Wünsche offen. Ob Seiltanzen, Akrobatik, Tüchertanz, Schwarzlichttheater oder Jonglage – Vielfalt ist angesagt. Auch in die Rolle des Clowns und eines Zauberers können die kleinen Akteure schlüpfen oder bei einer Taubenrevue, einer Feuer- oder einer Piratenshow mitmachen.

Schulleiterin Katrin Hannemann bewies beim Messerwerfen eine Menge Mut und vertraute ganz auf die Zielkünste von Zirkusleiter Marko Sperlich. Quelle: Tom Schröter

„Uns geht es hauptsächlich darum, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler klassenübergreifend zu stärken“, erläutert die Schulleiterin. „Im gemeinsamen Training unterstützen die Großen die Kleinen.“ Die Schüler genießen die ungewöhnliche Atmosphäre der Projektwoche. Hier geht es ausnahmsweise mal nicht ums Schulbankdrücken und Auswendiglernen, sondern darum, praktisch aktiv zu werden und seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu zeigen. Alle Mitwirkenden ordnen sich gemäß ihren Vorlieben und Talenten ein und auch jene Klassenkameraden, die sonst eher Schwierigkeiten mit dem Frontalunterricht haben, können nun in den speziellen Genres präsentieren, dass sie etwas können.

Trainiert wird in der großen Spielstätte, in der nahen Turnhalle oder in verschiedenen Klassenräumen. Die mitreisenden Zirkusfachleute betätigen sich als Trainer und entlasten die Lehrer, die sich ihrerseits um die Disziplin ihrer Schützlinge kümmern. „Außerdem lesen wir in dieser Woche Zirkusbücher und lösen auch in den Fächern Mathematik und Deutsch Aufgaben, die sich auf das Thema Zirkus beziehen“, erläutert Katrin Hannemann, die sich übrigens auch freut, dass Eltern und Kollegen beim Aufschlagen des Zirkuszeltes tatkräftig mitgeholfen haben und die Finanzierung der Projektwoche durch die Eltern ohne Probleme vonstattenging. Pro Kind seien 24 und pro Geschwisterkind dann sechs Euro zu zahlen.

Insgesamt vier Vorstellungen

In insgesamt vier Vorstellungen zeigen die kleinen Künstler vor ihren Eltern, was sie in dieser Woche gelernt haben. Premiere ist am Mittwoch um 17 Uhr. Weitere Vorstellungen stehen am Donnerstag und Freitag jeweils um 17 Uhr und am Sonnabend um 10 Uhr auf dem Programm.

Der Projektcircus Sperlich tourt seit über zehn Jahren durch die deutschen Lande. Die Crew gilt als erfahren. Sperlichs machen Zirkus in der vierten Generation. Bereits vor knapp vier Jahren weilte das mobile Unternehmen eine Woche lang in der Stadt am Peenestrom. Damals hatte die Regionale Schule „Heberlein“ mit Grundschule die Zirkusfamilie angeheuert.

Von Tom Schröter

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