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Usedom Neu: Kino im Kaiserbädersaal
Vorpommern Usedom Neu: Kino im Kaiserbädersaal
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16:00 30.08.2019
Der Technische Leiter des Hauses, Dietmar Mienert, vor der neuen Kinotechnik. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Heringsdorf

Vorhang auf für großes Kino in Heringsdorf: Am Dienstag heißt es das erste Mal „Film ab“ im Kaiserbädersaal des Maritim Hotels. Damit erfüllt sich für viele Heringsdorfer, Insulaner und Gäste ein lang gehegter Wunsch.

Kinovorstellungen sind immer am Dienstag um 15 und um 19 Uhr sowie am Sonntag für Kinder um 14 Uhr. Der erste Film, der gezeigt wird, ist die Neuverfilmung des Streifens „Der König der Löwen“. Es folgen in den kommen Wochen weitere aktuelle Streifen. Unter dem Motto „Filmrolle – der besondere Film“ laufen ausgewählte Filme abseits des Mainstreams. Außerdem stehen Konzerte sowie Liveübertragungen von Opern aus dem Royal Opera House in London auf dem Programm.

Kinofamilie Muckli engagiert sich

„Damit wir hier Kino anbieten können, war es ein hartes Stück Arbeit. Denn es braucht dafür einen professionellen Kinobetreiber“, erläutert Hoteldirektor Ralf Kloppenburg. Gerd Seele, Eigentümer des Maritim Hotels in Heringsdorf, arbeitet seit Jahren mit den Kinobetrieben Muckli zusammen. Nun haben sie beide es hinbekommen, dass auch in Heringsdorf Kino möglich ist. Das Familienunternehmen betreibt seit über 90 Jahren fünf Kinos mit 26 Leinwänden in Ostfriesland und im Emsland. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun auch in Heringsdorf Filme zeigen können“, sagt Astrid Muckli.

Doch Mucklis betreiben nicht nur das Kino, sie lassen auch ihr Herz sprechen. Zum einen bieten sie moderate Kartenpreise an: Erwachsene zahlen acht, Kinder sechs Euro Eintritt fürs Kino. Der Gewinn aus dem Spielbetrieb geht zudem auch in Heringsdorf an den Verein „Leben ohne Lepra“. „Dieser Verein setzt sich seit 30 Jahren für die Ärmsten der Armen in Indien ein, die Lepra- und Tuberkulosekranken. Wir unterstützen sie seit Jahren“, erläutert Astrid Muckli.

Klappe, die Erste im Hotel Maritim: Hotelinhaber Gerd Seele (l.), Veranstaltungsleiterin Kristin Goetz, Geschäftsführerin Annegret Klaffke und Astrid Muckli mit ihrer Mutter und ihren kleinen Söhnen (v.l.). Quelle: Cornelia Meerkatz

Glasfaserkabel verlegt

Damit sich tatsächlich der Kaiserbädersaal in ein Kino verwandelt, hat das Hotel viel Geld in die Hand genommen: 200 000 Euro waren nötig, um eine 10 x 6 Meter große Kinoleinwand anzuschaffen und einzubauen. 500 Meter Glasfaserleitungen wurden allein im Hotel verlegt. Der große moderne Kinoprojektor steht mit im Technikraum, es ist sogar alles vorbereitet, dass 3D-Filme gezeigt werden können. Herrscher über all die vielen Knöpfe und Schalter ist Dietmar Mienert. Er freut sich ebenfalls sehr, dass nun auch Kino möglich ist: „Die Qualität unserer Leinwand ist wirklich hervorragend, sie kann sich mit großen Kinos in Greifswald und Stralsund messen, ebenso der Klang über das Dolby-Surround-System“, so der Technik-Chef. Danke der Glasfaserleitung ist es sogar möglich, Livestreams übers Internet in den Kaiserbädersaal zu übertragen.

Viele interessante Filme

Das Programm für September und Oktober kann sich sehen lassen. Neben „Bohemian Rhapsody“, einem Film über Freddy Mercury und seine Band Queen stehen „Die Frau des Nobelpreisträgers“, „Astrid“, eine Hommage an Astrid Lindgren, „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“, „Green Book – eine besondere Freundschaft“, „Monsieur Claude 2“, „Rocket Man“, der die Lebensgeschichte Elton Johns erzählt, „Der Klavierspieler vom Gare du nord“, „Ein Becken voller Männer“, „Yesterday“ und „Traumfabrik“ auf dem Programm. Gezeigt werden zudem „Deutschstunde“, „Gut gegen Nordwind“, „Ich war noch niemals in New York“ und „Downton Abby“. Im Kinderprogramm am Sonntag laufen unter anderem „Aladdin“, „Pets 2“, „Die Drei!!!“, „Benjamin Blümchen“, „Dora und die goldene Stadt“ sowie Everest – Ein Yeti will hoch hinaus“.

Popcorn darf nicht fehlen

Und natürlich darf, wie im richtigen Kino, auch das Ambiente nicht fehlen. „Wir bestuhlen den Kaiserbädersaal mit bequemen Polsterstühlen, auch kleine Tischchen zum Abstellen der Getränke und kleinen Snacks fehlen nicht“, sagt Ralf Kloppenburg. Zwischen 200 und 400 Zuschauer passen in den Saal. „Damit lassen sich alle Besucherwünsche erfüllen“, ist der Hoteldirektor sicher. Angeschafft wurde extra eine große Popcornmaschine – „denn Kino ohne Popcorn geht gar nicht“, findet auch Astrid Muckli.

Karten gibt es für jede Kinovorstellung gibt es am Empfang des Hotels oder am Einlass. Kartenpreise: 8 Euro Erwachsene, 6 Euro Kinder.

Von Cornelia Meerkatz

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