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Usedom Mehr Elektroautos auf Usedoms Straßen?
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00:00 11.09.2014
Der Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Inselwerke traf sich am Dienstag zu einem Workshop. Quelle: Dietmar Pühler
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Stadt Usedom

Bei einem Workshop am vergangenen Dienstagabend sammelte die Bürgerenergiegenossenschaft Inselwerke Ideen für ein Car-Sharing-Angebot auf der Insel Usedom unter Einbeziehung von Elektromobilen. Car-Sharing heißt, dass die Fahrzeuge gemeinschaftlich genutzt werden können. Dabei profitierten die Teilnehmer der Veranstaltung vom Erfahrungsaustausch mit Christian Baumann von der Interessengemeinschaft (IG) Elektromobilität Berlin-Brandenburg.

Baumann berichtete von den anfänglichen Schwierigkeiten der IG, ein ausreichend dichtes Ladesäulennetz im Berliner Umland zu etablieren. Immerhin gebe es auf der Strecke von Berlin nach Rostock genügend Ladesäulen, allerdings nicht von Berlin nach Usedom. Dem Potsdamer zufolge rollen derzeit rund 2000 Elektroautos auf den Straßen im Großraum Berlin. Er selbst fährt einen BMW i3, der als Plugin-Hybrid eine Reichweite von 340 Kilometer hat. Baumann ist Usedom-Fan und seit zehn Jahren regelmäßiger Gast im Seeheilbad Bansin — natürlich mit seinem E-Mobil.

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Die Inselwerke bemühen sich seit geraumer Zeit um die Verknüpfung von Car-Sharing und Elektromobilität. Sie sind dabei Partner des Vereins „BildungsInitiative RegeNerative Energien (Birne)“, der im Rahmen des Förderprogramms „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt wird.

Der Verein hatte vor zwei Jahren bei diesem Programm für sein Konzept „Wege einer bürgergetragenen Energieerzeugung in der Region Vorpommern“ den Zuschlag erhalten. Nun wurde die Förderung durch die Robert-Bosch-Stiftung bis 2016 verlängert und der Fokus auf die „Mobilitätsstärkung durch Elektromobilität im ländlichen Raum“ verlagert.

Für René Tettenborn vom Vorstand der Inselwerke ging es mit dem Workshop in der Stadt Usedom darum, wie das Car-Sharing und die Elektromobilität generell auf der Insel vernetzt werden können. Deshalb ist in einem nächsten Schritt geplant, weitere öffentliche Veranstaltungen durchzuführen, um potenzielle Nutzer und Akteure zu gewinnen beziehungsweise einzubinden. „Die Inselwerke wären dann als Infrastrukturpartner dabei“, so Tettenborn.

Die Inselwerke setzten sich mit verschiedenen Projekten für alternative Energien auf Usedom ein. Im August 2013 wurden sie in das Genossenschaftsregister aufgenommen und finanzierten als erstes bürgergetragenes Projekt eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 17 Kilowatt-Peak (elektrische Spitzenleistung) auf dem Dach des Technik- und Zweiradmuseums Dargen. Das Museum verbraucht über 60 Prozent der erzeugten Energie. Der Rest wird in das Stromnetz eingespeist.

Die Inselwerke sind außerdem zurzeit in Gesprächen mit Kommunen und Ämtern wegen der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen. Die Genossenschaft könnte dabei die Planung, Umsetzung und den Betrieb der Anlagen übernehmen, während die Kommunen ohne Investitionsaufwand von den Einsparungen der LED-Technologie profitieren.

• Internet:

www.inselwerke.de

E-Ladestationen

7300 Anschlüsse
mit Normalladefunktion für Elektroautos gibt es derzeit in Deutschland, 2600 davon sind Schnellladestationen. Innerhalb eines Jahres hat die Anzahl der Anschlüsse laut der Internetseite Chargemap.com um ein Drittel zugelegt.
1 Anschluss mit Schnellladefunktion befindet sich auf Usedom in Heringsdorf.



Dietmar Pühler

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