Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Mehr Gehalt für Mitarbeiter von Upstalsboom in Heringsdorf
Vorpommern Usedom Mehr Gehalt für Mitarbeiter von Upstalsboom in Heringsdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:15 26.11.2019
Das Hotel Upstalsboom in Heringsdorf auf der Insel Usedom befindet sich in erster Reihe direkt an der Promenade. Quelle: Marcel Piper
Anzeige
Heringsdorf

Gute Nachrichten für die 74 Beschäftigten des Hotel „Upstalsboom“ in Heringsdorf: Stufenweise wird das Gehalt der Mitarbeiter ab 2020 angehoben. Damit gleicht die Hotelgruppe die Löhne ihrer Hotelmitarbeiter in Mecklenburg-Vorpommern mit den Standorten Kühlungsborn und Usedom vollständig dem Westniveau an. Damit steigen die Gehälter der dort rund 200 Beschäftigten Menschen um rund 30 Prozent. „Der Impuls für diesen Schritt kam aus einer Arbeitsgruppe von 14 Mitarbeitern“, teilte Bodo Janssen, Geschäftsführer der Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH & Co. KG (Emden), mit.

Hotelgruppe setzt auf „#wirsindeins“

„30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es keinen ersichtlichen Grund mehr, warum bei den Gehältern immer noch die Mauer steht“, erklärt er. Das Unternehmen habe dies nach eigenen Angaben „viel zu lange“ nicht erkannt. Nach dem Grundsatz „#WirSindEins“ halte Janssen diesen Schritt für mehr als überfällig: „Als Unternehmen mit insgesamt rund 850 Mitarbeitern haben wir die Verantwortung, allen Menschen die notwendige Wertschätzung zukommen zu lassen.“ Dazu gehöre auch der Grundsatz einer einheitlichen Gehaltsbasis für West und Ost. Die Unternehmen in Deutschland müssten dieser Verantwortung flächendeckend gerecht werden, betonte Janssen.

Stufenweise Anpassung ab 2020

Von Anfang 2020 soll die Anpassung innerhalb von achtzehn Monaten stufenweise erfolgen. Sie gelte für das „Upstalsboom Hotel Ostseestrand“ auf Usedom sowie für die „Upstalsboom Hotelresidenz & SPA Kühlungsborn“. Die Mitarbeiter der Upststalsboom-Ferienwohnanlagen in Mecklenburg-Vorpommern würden bereits auf Westniveau entlohnt und seien davon nicht betroffen. Rund eine halbe Millionen Euro koste die Anpassung jährlich. Das sei schon ein „Schluck aus der Pulle“, so Janssen: „Die Mitarbeiter tragen aber unseren erfolgreichen Unternehmenskurs und haben sich diesen Schluck wahrlich verdient.“ Er erwarte für diese Gehaltserhöhung zudem keineswegs Dankbarkeit, sondern bittet vielmehr um Verzeihung dafür, dass „wir erst jetzt aufgewacht sind“. Dieser Schritt sei auch deshalb so wichtig, um die „vielfach in den Köpfen noch bestehende Mauer“ überwinden und Vorurteile abbauen zu können. Ziel sei es „#WirSindEins“ im Unternehmen tatsächlich auf allen Ebenen zu leben. „Dies wird uns gemeinsam weiter voranbringen, davon sind wir fest überzeugt“, so Janssen.

Upstalsboom führt eigenen Mindestlohn von 10,64 Euro ein

Upstalsboom werde deshalb für 2020 auch einen für ihre Hotels und Ferienwohnanlagen definierten und verbindlichen Mindestlohn von 10,64 Euro einführen. „Dieser liegt deutlich höher als der von den Tarifpartner in Deutschland vereinbarte Satz von 9,15 Euro“, heißt es. Führungskräfte inklusive des Geschäftsführers verdienten zudem maximal das Vierfache der Fachkräfte. In manchen Bereichen bestimmten die Mitarbeiter als Gemeinschaft ihre Löhne eigenständig und unabhängig von geltenden Tarifverträgen. „Wir sind aus der Tarifvertragsbindung ausgestiegen, weil sie nicht den Menschen stärken, sondern viel zu stark einengen, kaum Flexibilität eröffnen und beispielsweise auch die Ungleichheit der Löhne zwischen Ost und West festschreiben“, so Janssen. Dahinter wolle man sich nicht verstecken, sondern eigene Lösungen entwickeln. So habe die Arbeitsgruppe „Upstalslohner“ festgestellt, dass die unterschiedlich geltenden Tarifwerke Lohnunterschiede in der Hotellerie und Gastronomie zwischen Ost und West von knapp 30 Prozent offenbarten. „Dies kann nicht im Sinne des Menschen sein, der für die gleiche Arbeit eine unterschiedliche materielle Wertschätzung erhält“, so Janssen.

Von Hannes Ewert

Minister Till Backhaus (SPD) prüft die „Entnahme“ des berüchtigten Wolfs. Nach Behördenangaben aus Schleswig-Holstein bringt es kein anderes Tier auf so viele Nutztierrisse wie Problemwolf „GW924m“. Doch Jäger in MV sind skeptisch, was den Abschuss betrifft.

26.11.2019

Die Polizei stoppte am Wochenende einen jungen Mann aus Brandenburg, der mit einem Elektroschocker, ohne Führerschein und offenbar unter Drogeneinfluss sein Auto über die Insel steuerte. In Bansin stoppten die Polizisten seine Spritztour. Nun bekommt er eine Strafanzeige.

25.11.2019

Eine 45 Jahre alte Blautanne schmückt seit Montag 11 Uhr den Wolgaster Rathausplatz. Der Baum stammt von Familie Wolf aus Sauzin.

25.11.2019