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Usedom Mehr als eine halbe Million Euro Schaden durch Diebstahl auf Usedom
Vorpommern Usedom Mehr als eine halbe Million Euro Schaden durch Diebstahl auf Usedom
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13:53 30.07.2019
Schon des Öfteren wurden Diebe aus dem Nachbarland auf deutscher Seite von der Polizei gestellt. Quelle: Tilo Wallrodt
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Neppermin

Die gute Nachricht zuerst: Seit Jahresanfang konnte die Polizei auf der Insel Usedom 31 Räder, Fahrradträger oder andere fahrbare Untersätze finden oder deren Diebstahl verhindern. Nun die schlechte Nachricht: Für 374 Fahrradbesitzer endete die Tour auf Usedom im Polizeirevier – ohne Fahrrad, versteht sich. Sie erstatteten Anzeige wegen Diebstahls. Besonders erschreckend: Mit Stand vom vergangenen Mittwoch ist dadurch ein Schaden von 518 000 Euro entstanden. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag der Schaden bei 405 000 Euro, rund 110 000 Euro weniger. Das geht aus den vorläufigen Zahlen der Polizei hervor. Im Vorjahr wurden bis Ende Juli 364 Räder gestohlen, hinzu kommen 50 Fahrradträger. In diesem Jahr sind es bislang 41 Träger.

„Bei den Langfingern geht der Trend hin zu sehr teuren Fahrrädern oder auch E-Bikes“, so Polizeisprecher Andrej Krosse. In den meisten Fällen schließen die Inhaber ihre Räder nicht ordnungsgemäß an. Der Diebstahl ist vorprogrammiert. „Die Räder kosten in einigen Fällen mehrere tausend Euro, aber das Schloss nur 20 Euro. Die Diebe sehen das und schlagen dann zu“, erklärt er. Die meisten Diebstähle passierten am helllichten Tag.

Am Samstagabend ist es der Polizei gelungen, einen Fahrraddieb auf frischer Tat zu stellen. Der Pole (25) wurde durch einen Koserower (48) beobachtet, wie er sich die Fahrräder an einem Strandaufgang am Fahrradweg von Koserow anschaute. Anschließend informierte der Bürger die Polizei. Zwei Streifen der Gemeinsamen Diensteinheit konnten ihn wenig später feststellen und ermitteln, dass dieser versucht hatte, mehrere Fahrräder zu entwenden. Die beiden Fahrradschlösser hatte er bereits durchtrennt. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten einen Bolzenschneider sicher.

Am Sonntag stellte auch eine Streife der Gemeinsamen Diensteinheit zwei Polen im Alter von 35 Jahren nach einem Diebstahl eines Fahrradträgers. Die zivile Streife hatte das Auto mit den beiden Männern in Neppermin kontrolliert, weil sie sich zuvor auffällig verhielten. Im Kofferraum stellten die Beamten einen gestohlenen Fahrradträger der Marke „Thule“ fest, der zuvor noch an einem Auto auf dem Parkplatz am Bahnhof Schmollensee angebracht war.

Nach den polizeilichen Maßnahmen, Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft und der Zahlung der Geldstrafe konnten beide die Polizeidienststelle wieder verlassen. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls ermittelt.

Neben den Fahrrädern und Trägern verschwanden in diesem Jahr auch 25 Anbauteile, wie zum Beispiel Akkus.

Hannes Ewert

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