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Usedom Mindestlohn: Fluch oder Segen?
Vorpommern Usedom Mindestlohn: Fluch oder Segen?
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10:56 07.01.2015
Friseurin Jacqueline Darm aus Ückeritz auf Usedom zahlt allen Angestellten seit dem 1. Januar den Mindestlohn.
Friseurin Jacqueline Darm aus Ückeritz auf Usedom zahlt allen Angestellten seit dem 1. Januar den Mindestlohn. Quelle: Hannes Ewert
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Seit dem 1. Januar gilt der Mindestbruttolohn von 8,50 Euro pro Stunde. Die OSTSEE-ZEITUNG hörte sich bei hiesigen Unternehmen um, was das neue Gesetz für sie bedeutet.

Das Fazit: Einige nehmen es gelassen, andere müssen entlassen.

Besonders hart trifft es die Gastronomen und Hotelbetreiber. Zehn Angestellte musste beispielsweise Eckhard Lüneburg, Geschäftsführer der Menüko Insel Usedom GmbH, entlassen. Der Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes Peter Drechsler befürchtet in seiner Branche Konsequenzen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen sind.

Die Lohnuntergrenze gilt für alle Arbeitnehmer, die in Deutschland angestellt sind. Allerdings sind in einer Übergangszeit bis Dezember 2016 Ausnahmen vorgesehen. Ausgenommen vom Mindestlohn sind beispielsweise Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Auszubildende.

Bei Verstößen gegen die Mindestlohnzahlung sind Strafen von 2500 Euro bis zu 500 000 Euro zu erwarten. Firmen können zeitweise von der Teilnahme am Wettbewerb um öffentliche Liefer-, Bau- oder Dienstleistungsaufträge ausgeschlossen werden.

Die Kontrollen in Mecklenburg-Vorpommern werden in unregelmäßigen Abständen von 150 Zollbeamten durchgeführt.



Carolin Riemer