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Usedom Mit Axt und Schwert ins Kampfgetümmel
Vorpommern Usedom Mit Axt und Schwert ins Kampfgetümmel
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13:12 11.06.2019
 Kampfszene in voller Montur zwischen Gunnar Darm (r.), dem Hauptinitiator des Wikingerlages, und seinem Neffen Maik.  Quelle: Peter Machule
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Hohendorf

Wir schreiben das Jahr 1000, befinden uns in Zeiten des frühen, düsteren Mittelalters: Ein Leben wie die Wikinger, jenem legendären nordischen Seefahrervolkes, das zelebrierten wie schon seit vielen Jahren auch an diesem Pfingstwochenende wieder rund 20 Wikinger-Fans in Hohendorf bei Wolgast. Spätestens seit dem Kinohit „Wiki und die starken Männer“ scheint der Hype um die Nordmänner eine neue Renaissance zu erleben.

Komplettes Wikingerlager errichtet

Gunnar Darm, seine Ehefrau Christine, Sohn Martin und weitere Familienangehörige nutzten die Feiertage dazu, um Odin, jenem mystischen Gott aus dem Norden zu huldigen. Auf dem heimischen Anwesen hatten der 54-jährige Dachklempner und seine Familie freiwillig ihre Hemden und Jeans gegen Tunika, lange schmuckbehängte Kleider sowie leichtes Schuhwerk eingetauscht und ein komplettes Wikingerlager mit Zelten, einer Feuerstelle mit Wildschwein am Spieß sowie mehreren Arbeitsstätten zur Ausübung des traditionellen Wikingerhandwerks errichtet.

Seit 1995 vom Brauchtum der Nordmänner fasziniert

Der Alltag des legendären Seefahrervolkes lebte zu Pfingsten auf: Sie nähen Kleidung, fertigen Schmuckgegenstände, üben sich im Bogenschießen sowie Axt werfen und trinken den Met aus Rinderhörnern. Selbst die Enkelkinder sind mit dabei, beschäftigen sich mit Bastelein und finden ihre Kleidung im Stil der Wikinger einfach cool.

„Seit 1995 das 1. Internationale Wikingerlager in Peenemünde stattfand, bin ich vom Leben und Brauchtum der Nordmänner fasziniert“, erzählte Gunnar Darm. Und das blieb nicht ohne Folgen für sein Umfeld: „Dieses Fieber hat sich inzwischen auch auf meine gesamte Familie und den Freundeskreis übertragen“, gestand er.

Enkelin vom bekanntesten Freizeitwikinger Usedoms dabei

Mit von der Partie waren auch Svea Kownatke (31), Enkelin von Usedoms wohl bekanntestem Freizeitwikinger Heinz Chust aus Peenemünde und deren Gatte Christoph (32). „Opa hat mich schon frühzeitig mit zu den Wikingertreffen, vor allem ins polnische Wollin, mitgenommen“, verriet die gelernte Bauzeichnerin, während sie ein Tuch mit nordischen Symbolen bestickte.

Diese Pfingsttreffen lässt sich auch Ehepaar Siegrid und Rudi Merting aus Peenemünde, das sich neben anderen Pflichten auch um die Zubereitung des knusprigen Wildschweinbraten auf dem Feuerspieß kümmerte, nicht nehmen.

Kettenhemd aus 15 000 Metallringen selbst hergestellt

Derweil hatte Gunnar Darm die Robe gewechselt. In einem neun Kilogramm schweren Kettenhemd sowie Kopfhelm und bewaffnet mit Axt, Schwert und Schild, demonstrierte mit seinem Neffen Maik vor der Fotokamera eine Kampfszene aus jenen Mittelaltertagen. „Sämtliche Wikingerutensilien, auch dieses Kettenhemd, aus über 15 000 eigenhändig gedrehten Metallringen, habe ich selbst hergestellt“, berichtete er stolz.

Peter Machule

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