Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Lebenslänglich und Einweisung in Psychiatrie: Mörder von Maria K. verurteilt
Vorpommern Usedom Lebenslänglich und Einweisung in Psychiatrie: Mörder von Maria K. verurteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:48 06.09.2019
Der 19-jährige Angeklagte Nicolas K. (l.) und der 21-jährige Angeklagte Niko G. (3.v.l) stehen bei der Verkündung des Urteils im Saal im Landgericht neben ihren Anwälten. Quelle: dpa
Anzeige
Stralsund

Lange Haftstrafen für die Mörder der 18-jährigen schwangeren Maria aus Zinnowitz: Das Landgericht Stralsund hat für den Haupttäter Nicolas K. (19) die Unterbringung im Maßregelvollzug in einer Psychiatrie angeordnet. Zusätzlich wurde er zu einer zwölfjährigen Jugendhaftstrafe verurteilt.

Der andere Täter, Niko G. (21), erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Das Gericht stellte bei ihm am Freitag die besondere Schwere der Schuld fest. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass beide Maria aus Heimtücke und Mordlust erstochen haben. Beide wollten einen Menschen sterben sehen.

Maria mit mehr als 39 Messerstichen ermordet

Das Gericht verhängte für Nicolas K., der Maria mit über 39 Stichverletzungen ermordet hat und dies während des Prozesses auch zugab, die Unterbringung im Maßregelvollzug an, einer psychiatrischen Haftklinik mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen. K. wird dort bereits seit mehreren Monaten behandelt.

Bildergalerie von der Urteilsverkündung

Am Freitag ist vor dem Landgericht Stralsund das Urteil im Fall der ermordeten Maria K. aus Zinnowitz auf der Insel Usedom gesprochen worden. Nicolas K. kommt in den Maßregelvollzug in einer Psychiatrie. Zusätzlich wurde er zu einer zwölfjährigen Jugendhaftstrafe verurteilt. Niko G. erhielt lebenslänglich.

Laut forensischem Gutachter weist K. eine schwere seelische Abartigkeit auf, hat auch weiterhin Tötungsfantasien und bleibt damit extrem gefährlich. Die Höhe der außerdem verhängten Haftstrafe beträgt 12 Jahre. Die besondere Schwere der Schuld wurde trotz der schweren Persönlichkeitsstörung des Täters verhängt.

Besondere Schwere der Schuld festgestellt

Niko G. erhält eine lebenslange Haftstrafe unter besonderer Berücksichtigung der Schwere der Schuld. Damit ist ausgeschlossen, dass er nach 15 Jahren einen vorzeitigen Antrag auf Entlassung aus dem Gefängnis stellen kann. G. hatte mehrfach beteuert, nicht die Beine des Opfers während der Tat festgehalten zu haben.

Sabine Butzke, Vertreterin der Nebenklage und Anwältin von Marias Mutter, zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. „Wichtig ist, dass die beiden Mörder für immer weggesperrt sind. In diesem Fall wird es aber nie Gerechtigkeit geben. Denn niemand kann meiner Mandantin die Tochter und das ungeborene Enkelkind zurückbringen.“

Axel Vogt, der Pflichtverteidiger von Nicolas K., hat nach dem Urteilsspruch gesagt, dass sein Mandant das Urteil annimmt. Der Pflichtverteidiger von Niko G., Rene Neumeister, will erst mit seinem Mandanten die Möglichkeit einer Revision besprechen.

Mehr zum Thema:

Mutter von Maria K. spricht zu Mördern ihrer Tochter: „Ich vergebe euch nie“

Gerichtsmediziner im Mordfall Maria K.: Diese Intensität der Gewalt habe ich selten gesehen

Angeklagter: „Da war kein Kick“ – So verlief der Prozessauftakt im Mordfall Maria K.

Erstochene Maria K.: Dieser Mann verteidigt den mutmaßlichen Mörder

Zinnowitzer Tatverdächtiger Nicolas K. gesteht, die junge Frau erstochen zu haben

Tatverdächtige waren bei Gedenkandacht für Maria K. dabei

Zwei Tatverdächtige im Mordfall Maria K. in Zinnowitz festgenommen

Von Cornelia Meerkatz

Nicolas K. (19) und Niko G. (21) sind angeklagt, die 18-jährige schwangere Maria aus Zinnowitz heimtückisch und aus Mordlust erstochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert die Unterbringung im Maßregelvollzug und lebenslange Haft.

06.09.2019

Am Sonnabend und Sonntag veranstaltet Till Demtrøder zum mittlerweile fünften Mal das „Usedom Cross Country“. Mit Promis, Pferden und Hunden zieht der Mime durch das Hinterland. Ausgangspunkt ist am Sonnabend das Wasserschloss Mellenthin. Am Sonntag geht es an den Strand nach Ahlbeck.

05.09.2019

Ein umgekippter Straßenbaum beschäftigte Donnerstagnachmittag die Feuerwehren aus Wolgast und Rubenow. Ort des Geschehens war die Betonstraße, die von Groß Ernsthof über Mittelhof nach Wolgast führt.

05.09.2019