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Usedom Säuberungsaktion auf der Schlossinsel
Vorpommern Usedom Säuberungsaktion auf der Schlossinsel
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13:22 22.09.2019
Katharina Horn und Christoph Wendtland präsentieren mit anderen Helfern die Ausbeute der Aktion: Selbst eine komplette Stoßstange war dabei. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Wolgast

Da staunten die Teilnehmer des Coastal Cleanup Day am Sonnabend in Wolgast, als sie nach zwei Stunden aktiven Müllsammelns auf der Schlossinsel den zusammengetragenen Berg begutachteten. Etliche Säcke „normaler“ Müll mit Getränkedosen und Verpackung, aber auch Autoteile, Teppichreste und alte Teile einer Ankerkette fanden sich da.

Und noch etwas versetzte sie in Erstaunen und zugleich Freude: „Wir sind hier vier von den Grünen die sammelten. Aber zeitweise waren wir 15 Leute, denn die anderen Helfer hatten von unserer Aktion gehört und beteiligten sich daran, weil auch sie einen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten wollen“, sagt Katharina Horn vom Kreisvorstand der Grünen. Der für die Grünen in der Wolgaster Stadtvertretung sitzende Christoph Wendtland ist überzeugt, dass auch die von ihm verteilten Flyer zum Erfolg beigetragen haben. „Ich bin total glücklich und sehr zufrieden“, resümiert er.

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Katharina Horn berichtete, dass der Müll vor allem im Gebüsch auf jener Seite der Schlossinsel gefunden wurde, die an die Spitzenhörnbucht angrenzt. „Durch das dichte Blattwerk war manches dort illegal Entsorgte auf den ersten Blick gar nicht zusehen“, berichtet sie. Was dagegen sofort offensichtlich geworden sei, ergänzt Christoph Wendtland, „waren die Berge an Zigarettenstummel auf der Schlossinsel.“ Horn ist überzeugt, dass jeder der 15 Helfer an die 300 Stummel aufgesammelt hat. Das sei aber nur ein Bruchteil dessen, was da noch zu Tausenden herumliege. Vieles deute darauf hin, dass die vielen Zigarettenreste mit durch die zahlreichen Besucher des Sommer-Open-Air auf dem Gelände verursacht wurden.

Der Coastel Cleanup Day war vor über 30 Jahren durch die Umweltorganisation Ocean Conservancy ins Leben gerufen worden, um freiwillig verschmutzte Strände und Küsten zu säubern. Dass die Kreisverband der Grünen sich erstmalig für Wolgast dabei entschieden hat, begründet Katharina Horn mit der Lage der Stadt am Wasser. „In Greifswald finden viele Aktionen statt, aber die Resonanz hier zeigt, dass wir auch hier auf zahlreiche gleichgesinnte treffen. Unsere Entscheidung für Wolgast war richtig, zumal wir viel positives Feedback aus aus der Stadtverwaltung erhalten haben. Und die gefüllten Säcke zeigen, dass hier noch viel zu tun ist. Ein Großteil des Mülls wäre sonst in die Peene geweht worden.“

Der Cleanup Day in Wolgast begann um 10 Uhr mit Mülltüten auf dem Philipp-Otto-Runge-Platz. Auch dort sind die Sammler fündig geworden.

Von Cornelia Meerkatz