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Usedom Mutter Natur vor dem Kita-Bauwagen
Vorpommern Usedom Mutter Natur vor dem Kita-Bauwagen
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00:00 03.01.2018
Das Bild zeigt Bastian Barucker, Vorstandsmitglied des Trägervereins, an der Unterkunft des Naturkindergartens in Papendorf, der am kommenden Montag von den Kindern in Besitz genommen wird. Den größten Teil ihres Kita-Tages sollen die Mädchen und Jungen im Freien verbringen. Quelle: Fotos: Tom Schröter
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Papendorf

Am Sonntag feiert der Naturkindergarten Lassaner Winkel in Papendorf Eröffnung. Eingeladen sind unter anderem Vertreter der Stadt Lassan, des Amtes Am Peenestrom und jener Gewerke, die an der baulichen Herrichtung der ungewöhnlichen Kindertagesstätte beteiligt waren. Diese befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Duft- und Tastgarten. Am kommenden Montag sollen 15 Mädchen und Jungen die Einrichtung in Besitz nehmen.

Am Montag sollen 15 Kinder den Naturkindergarten Lassaner Winkel in Besitz nehmen. Alle Plätze sind längst ausgebucht.

Wo zuvor ein marodes Wohnhaus stand, hielt ein umgebauter Wohnwagen Einzug, der im mecklenburgischen Olgashof entstanden und speziell auf die Belange der Kita-Kinder zugeschnitten ist. „Der beheizbare Bauwagen mit einer Kuschel-, Lese- und Spielecke war schon zu etwa 80 Prozent fertig, als er im Herbst antransportiert wurde“, berichtet Bastian Barucker, Vorstandsmitglied des Kita- Trägervereins. „Hier in Papendorf wurde er dann um die große und robuste Terrasse und einen Anbau erweitert, in dem sich eine Kompost- Toilette befindet.“

Das kindgerecht gestaltete Ensemble, so betont Barucker, solle den Kindern später lediglich bei widriger Witterung, wie etwa Regen, Kälte und Unwetter, als Notunterkunft dienen. Ansonsten seien die Knirpse täglich draußen unterwegs – entweder auf dem naturnahen, vom örtlichen Morabell-Verein gepachteten Grundstück unmittelbar hinter dem Kita-Domizil oder aber in der Umgebung, die mit einer wunderschönen Landschaft mit Wäldern, Seen und Wiesen gesegnet ist. „Im mitgeführten Bollerwagen befinden sich dann Sitzkissen, etwas zu trinken und ein Erste-Hilfe-Koffer“, sagt Barucker. Warmes Essen und eine Thermoskanne mit Tee sollen die Kinder von zu Hause mitbringen.

Alle 15 Plätze im Naturkindergarten seien schon seit längerem besetzt. „Und wir hatten noch weitere Anfragen, was zeigt, dass unser Konzept angenommen wird“, schlussfolgert Bastian Barucker, der ausgebildeter Wildnispädagoge ist und im benachbarten Pulow wohnt. Steven Lang, der aus dem Saarland stammt, werde die Kita leiten. Als zweite pädagogische Fachkraft werde sich Andrea Wiedemann aus Pulow um die Kinderschar kümmern. Unterstützung erhalte das Duo von einer Mitarbeiterin, die 18 Monate im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes angestellt sei.

Wer das Kita-Gelände in Augenschein nimmt, wird darüber staunen, wie sich das Areal in den vergangenen Monaten verändert hat. „Das funktioniert nur, wenn es genügend Leute gibt, die allesamt hinter dem Projekt stehen und dranbleiben“, verdeutlicht Barucker. Der rückwärtige Geländestreifen, der sich oberhalb eines mit Feldsteinen abgefangenen Hanges befindet, wurde eingefriedet. Hier finden die Mädchen und Jungen reichlich Spiel- und Naturraum. Im angrenzenden Duft- und Tastgarten sollen unter anderem Kräuter gesammelt und verarbeitet werden. Die Verbindungswege wurden mit Holzhackschnitzeln versehen. Die Finanzierung der Kita, die werktags jeweils von 8.30 bis 14.30 Uhr geöffnet ist, so berichtet Bastian Barucker, erfolgte über die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und über die Bundesförderung für Kita-Plätze.

Tom Schröter

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