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Usedom Nach Unfall mit totem Pferd auf Usedom: Das müssen Reiter bei Dunkelheit beachten
Vorpommern Usedom Nach Unfall mit totem Pferd auf Usedom: Das müssen Reiter bei Dunkelheit beachten
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18:09 19.11.2019
Am Sonntagabend ist eine polnische Reiterin mit ihrem Pferd und einem Auto auf der B 110 bei Garz zusammengeprallt. Nun meldeten sich ein Usedomer Reitverein und der Landesverband MV für Reiten, Fahren und Voltigieren zu Wort. (Symbolfoto). Quelle: Susanne Peyronnet
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Garz

Nach dem schweren Unfall am Sonntagabend auf der B 110 zwischen Garz und der deutsch-polnischen Grenze meldet sich nun der Reit- und Fahrverein Usedom zu Wort: „Mir war nicht bekannt, dass Reiter dort unterwegs sind und ich kann mir auch nicht erklären, wo sie herkamen“, sagt Vereinsvorstandsmitglied Claudia Blum. „Eine Bundesstraße ist natürlich nicht optimal. Wir nutzen die Straße auch manchmal, aber hauptsächlich für das Gespannfahren. Wenn man auf der Bundesstraße reitet, dann ist es wichtig entsprechende Signal-Kleidung zu tragen.“

Reiter gehörten zum Gestüt in Swinemünde

Etwa 1,5 km hinter der Grenze waren am Sonntagabend bei Dunkelheit eine Reiterin und ein Auto zusammengestoßen. Die 25-jährige polnische Reiterin brach sich den Arm und wurde ins Krankenhaus nach Swinemünde gebracht.

Das Pferd verendete an der Unfallstelle. Auf der Straße waren laut Polizei fünf Reiter mit Pferden, aber ohne Beleuchtung unterwegs. Laut OZ-Informationen kamen sie aus einem privaten Gestüt in Paprotno, einem Ortsteil der Stadt Swinemünde.

StVO regelt Beleuchtung für Pferd und Reiter

Reiter unterliegen nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) den Regelungen für den Fahrverkehr und dürfen sich auf Dorf-, Landes-, oder auch Bundesstraßen bewegen. Gemäß der StVO müssen Pferde bei Dunkelheit und Dämmerung ausreichend beleuchtet sein. Dazu müssen die Reiter die Tiere vorne mit einem gut sichtbaren weißen Licht und hinten mit einem roten Licht ausrüsten.

Beim Reiten im Verband (Gruppe von mindestens drei Reitern) nach § 27 StVO unter einheitliche Führung ist eine Beleuchtung nicht für alle Pferde vorgeschrieben, sondern nur für das vordere und das hintere Ende der Gruppe.

Reflektoren bieten mehr Sicherheit

Laut dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern für Reiten, Fahren und Voltigieren gibt es die Möglichkeit, sowohl Pferde als auch Reiter mit Reflektoren – ähnlich wie beim Fahrrad – auszustatten. Diese werden entweder auf dem Rücken des Reiters, den Beinen des Pferdes oder am Helm angebracht. Warum die fünf Reiter bei der Dunkelheit noch unterwegs waren, ist nicht klar.

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