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15:12 09.07.2019
HTM-Kurator Philipp Aumann steht an einem Punkt der Denkmallandschaft. Quelle: Kai Hampel
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Peenemünde

Die Denkmallandschaft in der Hosentasche: Mit der neuen kostenlosen App wollen die Macher des Historisch-Technischen Museums (HTM) Peenemünde den Besuchern neue Einblicke und Hintergrundinformationen bieten. „Nun kann eines der größten Flächendenkmale Deutschlands erkundet werden. Die Versuchsanstalten Peenemünde waren von 1936 bis 1945 das größte militärische Forschungszentrum Europas. Auf einer Fläche von 25 km² arbeiteten bis zu 12000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen, wie etwa dem weltweit ersten Marschflugkörper und der ersten funktionierenden Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen die Zivilbevölkerung konzipiert, größtenteils von Zwangsarbeitern gefertigt und gelangten ab 1944 als ,Vergeltungswaffen’ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg“, sagt Kai Hampel vom HTM.

Geblieben sind in Peenemünde eine Vielzahl von Boden- und Baudenkmalen der militärischen Vergangenheit. Die Denkmal-Landschaft ist ein öffentlicher Rundweg, der ausgehend vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde zu 23 historisch interessanten Stationen der ehemaligen Peenemünder Versuchsanstalten führt.

Station 1 der Denkmallandschaft ist die Bunkerwarte, Eingangsbereich des Museums Peenemünde. Quelle: Henrik Nitzsche

Fragmente von Bunker und Hauptwache

Dazu zählt beispielsweise das Sauerstoffwerk (Station 3), neben dem Kraftwerk noch der einzige Großbau der ehemaligen Heeresversuchsanstalt, der fast komplett erhalten geblieben ist. Das Gebäude wurde durch Demontage und Sprengversuche stark beschädigt. Von der einstigen Hauptwache – Station 7 der Denkmallandschaft – sind noch Fragmente zu sehen. Am Eingang zum Gelände der Heeresversuchsanstalt Peenemünde Ost und zur Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde West befand sich die Hauptwache, die aus dem Wachgebäude mit den Räumen für das Wachpersonal und einer Poststelle bestand. An der Station 11 befinden sich Luftschutzbauten. Bis 1943 gab es im Werk Ost vier Luftschutzbunker, in denen aber nur die Personen Zuflucht finden konnten, die im Werk arbeiteten und wohnten.

Karte mit Navigationsfunktion

Die App als interaktiver Multimedia-Guide und bietet mit vielen historischen Fotos, Filmaufnahmen, Dokumenten, Zeitzeugenberichten und einer Chronik spannende Einblicke. Die integrierte Kartenansicht mit Navigationsfunktion hilft beim Auffinden der Stationen und beinhaltet verschiedene Tourenvorschlägen. Die App kann auch als allgemeines Informationsangebot genutzt werden. „Zum besseren Verständnis empfehlen wir zunächst den Besuch des Museums“, sagt HTM-Kurator Philipp Aumann und fügt hinzu: „Mit unserer kostenlosen App bieten wir Besuchern des Museums ein umfangreiches Zusatzangebot, um sich am authentischen Ort mit der Geschichte Peenemündes auseinander zu setzten.“

Das Museum an der Nordspitze der Insel zählt im Jahr um die 150 000 Besucher. 2010 hatte der Landtag einer Mehrheitsbeteiligung des Landes am Historisch-Technischen Museum Peenemünde (HTM) zugestimmt. MV übernahm 51 Prozent der Anfang 2010 gegründeten GmbH.

Tipp: Die App kann kostenlos über iTunes und Google Play heruntergeladen werden.museum-peenemuende.de

Henrik Nitzsche

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