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Usedom Neue Hoffnung für Kinderhospiz auf Usedom
Vorpommern Usedom Neue Hoffnung für Kinderhospiz auf Usedom
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16:21 24.04.2019
Lars Petersen, Christina Kämmerer, Patrick Dahlemann und Ewald Kruschel (v.l.) waren in Schwerin, um miteinander über ein stationäres Kinderhospiz zu reden. Quelle: privat
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Schwerin

Hoffnungsvoll, aber mit jede Menge Hausaufgaben kamen am Dienstag Heringsdorf Bürgermeister Lars Petersen (CDU) und Christina Kämmerer von den Usedomer Laufmützen aus dem Sozialministerium in Schwerin zurück. Das Duo hatte zusammen mit Ewald Kruschel, dem Vorsitzenden des Fördervereins „Ambulanter Kinderhospizdienst Leuchtturm“ in Greifswald, und Vorpommerns Staatssekretär Patrick Dahlemann einen Termin im Sozialministerium. Ihr Ziel: Aus der ehemaligen Polizeivilla in Heringsdorf soll das erste stationäre Kinderhospiz des Landes werden. Bis allerdings die erste Familie dort begrüßt werden kann, ist es noch ein langer Weg.

„Unser Ziel ist es, dass dort bis zu acht Familien Platz haben können“, erklärt Christina Kämmerer, die seit Ende 2014 regelmäßig zu Laufveranstaltungen für den guten Zweck einlädt. Deren Spenden fließen an den ambulanten Kinderhospizdienst „Leuchtturm“ in Greifswald – bislang kamen mehr als 46 000 Euro zusammen. Von der Lage wäre das Haus ihrer Meinung ideal. „In der Umgebung sind der Bahnhof, der Strand, touristische Angebote, die LED-Wand für das Sommerkino, der Kur- und Heilwald, verschiedene Einkaufsmöglichkeiten usw.. Es gibt also viele Vorteile, die für die Errichtung des Hospizes in dieser Lage sprechen“, erklärt sie. Die erkrankten Kinder sollen in dem Haus eine vollumfängliche Betreuung und die Eltern und Geschwisterkinder Entlastung in der schwierigen Zeit finden.

Das Gebäude, welches seit Oktober 2017 leer steht, gehört dem Land Mecklenburg-Vorpommern. „Wir hoffen nur, dass das Land dies nicht an einen Investoren verkauft und dies als Ferienanlage genutzt wird“, sagte Petersen schon im Vorfeld des Besuches in Schwerin. Auch ein Ärztehaus war mal im Gespräch.

„Wir haben unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass in Deutschland 43 000 Kinder lebenslimitiert erkrankt sind und das Potenzial vorhanden wäre, ein stationäres Kinderhospiz auf der Insel zu betreiben“, so Kämmerer. Bislang gibt es in Deutschland 16 stationäre Kinderhospize. Aus der ehemaligen Polizeivilla in Heringsdorf könnte das erste Kinderhospiz an der Ostsee werden.

Ein großer Posten bei der Umsetzung ist die Frage des Trägers. „Es muss jemand geben, der sich um das Hospiz in der Bewirtschaftung organisatorisch kümmert“, erklärt Bürgermeister Petersen. Der Förderverein Kinderhospiz „Leuchtturm“ wäre dazu allein schon aus personeller Sicht nicht in der Lage, die Aufgabe zu stemmen. Der Förderverein Kinderhospiz in Greifswald soll allerdings die Arbeit in Heringsdorf unterstützen und den Charakter der Einrichtung maßgebend prägen.

Auch baulich müsste die ehemalige Polizeivilla verändert werden, sodass dort betroffene Kinder mit ihren Familien unterkommen könnten. „Es muss unter anderem Therapieräume für die Jungen und Mädchen geben“, so Kämmerer.

Lars Petersen betont, dass sich die Gemeinde Heringsdorf mit der Aktion nicht gegenüber anderen Städten und Gemeinden des Landes profilieren will. „Es geht um Humanismus und es wäre toll, wenn es eine Lösung gibt. Wir möchten auch nicht, dass sich Städte untereinander ausspielen“, betont er.

Nun schauen sowohl die Gemeinde Heringsdorf als auch die Ministerien in Schwerin auf die Zahlen, inwieweit so ein Kinderhospiz möglich ist. „Das Gespräch war für den Anfang sehr gut. Ich habe wieder neue Hoffnung geschöpft“, so Petersen. Vielleicht haben die erkrankten Kinder ja auch bald Hoffnung, sich auf der Insel Usedom zu erholen.

Hannes Ewert

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