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Usedom Neue Technik für Therme Ahlbeck: Ab 25. Januar kann wieder gebadet werden
Vorpommern Usedom

Neue Technik für Therme Ahlbeck: Ab 25. Januar kann wieder gebadet werden

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17:00 21.01.2020
Florian Arras und Firmenchef Stefan Falter (r.) von der Firma Odenwald-Pool beschichten das Saunaaußenbecken neu mit Glasfasermatten. Quelle: Dietmar Pühler
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Ahlbeck

Alljährlich im Januar finden in der Ahlbecker Ostseetherme Wartungs-, Reparatur- und Verschönerungsarbeiten statt. Derzeit sind alle 40 Thermenmitarbeiter und ein gutes Dutzend Fremdfirmen mit den verschiedensten Arbeiten beschäftigt. Beim Rundgang durch die Bade- und Saunawelt entlang der abgelassenen Becken und den leergeräumten Saunen fällt es zunächst schwer, sich vorzustellen, dass ab dem 25. Januar wieder der reguläre Bade- und Saunabetrieb läuft.

Doch die Leiterin der Ostseetherme, Daniela Stridde, beruhigt. Mittlerweile haben sie und ihr Team viel Erfahrung mit der jährlichen Schließzeit und den zu bewältigenden Arbeiten. „Grundsätzlich werden jedes Jahr die Wartungsarbeiten an der Lüftung und Elektrik durchgeführt“, erklärt sie. Darüber hinaus werden alle Becken einer Grundreinigung unterzogen und sämtliche Kammern unter den Becken, die das Überlaufwasser aufnehmen, mit einem Anstrich versehen.

Jodsole setzt Saunabänken zu

„In den Becken wurden die Scheinwerfer ausgetauscht und Teile des Fußbodens in der Badewelt erneuert“, erklärt Daniela Stridde. Dort, wo es nötig ist, werden die Farbanstriche ausgebessert sowie in allen Duschen die Kanten mit Silikon neu ausgefugt. Diese Arbeiten werden von den Thermenmitarbeitern ausgeführt, wie auch das Abschleifen der arg strapazierten Saunabänke.

Marcus Stridde und Thermenchefin Daniela Stridde begutachten eine abgeschliffene Saunabank. Quelle: Dietmar Pühler

Insbesondere die Außensauna, in der die Soleaufgüsse stattfinden, hat eine Renovierung bitter nötig. Die aggressive Jodsole setzt sowohl den Bänken als auch den Holzwänden mächtig zu, so dass hier in kürzeren Abständen als in den anderen Saunen die Holzbänke und Ofenschutzgitter ausgetauscht werden müssen.

Neue Beschichtung für Saunabecken

Direkt neben den 80- und 100-Grad-Celsius-Außensaunen sind derzeit Stefan Falter und Florian Arras von der Firma Odenwald-Pool damit beschäftigt, die Beschichtung des Saunabeckens zu erneuern. In einem beheizten Zelt wurden die alten Glasfasermatten entfernt und neues Kunststoffwabenmaterial aufgebracht. Darüber verkleben die Spezialisten Glasmatten und tragen schließlich noch zwei Schichten Farbe auf. „Das sollte 30 bis 40 Jahre halten“, sagt der Firmenchef Stefan Falter und fügt an: „Wir sind europaweit unterwegs.“

Die Glaskuppeln der OstseeTherme wurden allesamt geputzt. Quelle: Dietmar Pühler

Der technische Leiter der Ostseetherme, Michael Kempe, hat währenddessen die Arbeiten im Keller im Blick. „Hier wird die Regeltechnik durchgemessen und dort werden die Filter ausgetauscht“, erläutert er beim Rundgang durch das Labyrinth unterhalb der vier Becken der Badewelt. Er zeigt auch die Altschäden im Fußboden und an den Betonwänden der Überlaufrinnen, die von der Sole stammen. „Die Therme war als Süßwasserbad konzipiert. Die Sole sucht sich den Weg und greift das Metall im Beton an“, so der Thermencheftechniker. Deshalb wird im Keller Jahr für Jahr die statische Grundplatte sukzessive erneuert.

Wie Daniela Stridde betont, bleibt das Solebecken in der Badewelt bis nach den Winterferien geschlossen. Grund dafür ist die sechswöchige Trocknungszeit der Beschichtung. „Es geht um die Garantie“, macht die Thermenleiterin deutlich. Doch sie macht den regelmäßigen Badegästen Hoffnung: „In den Winterferien kann täglich zwischen 10 und 18 Uhr das Bewegungsbecken genutzt werden.“

Wiedereröffnung am 25. Januar

Blitzblank werden sich zur Wiedereröffnung am Samstag, den 25. Januar, sämtliche Glaskuppeln, das Vordach und die Glasfronten präsentieren, die von einer Reinigungsfirma geputzt werden. Stammgästen werden auch die zusätzlichen Ablagefächer in der Badewelt und die 100 neuen Schrankschlösser auffallen. Im kommenden Jahr sollen dann alle 350 Schrankschlösser modernisiert sein.

Armin Ohm von der Zinnowitzer Firma De&De bessert die Farbe im Wassergarten aus. Quelle: Dietmar Pühler

Schließlich weist Daniela Stridde auf eine Neuerung im Thermenbistro hin. Hier kommen künftig Pager zum Einsatz, damit sich die Gäste die warmen Speisen selbst am Tresen abholen und so weniger Personal eingesetzt werden muss.

Zu den Stammgästen in der Saunawelt gehören übrigens gut 50 Prozent polnische Besucher. Damit hat sich deren Anteil gegenüber den Vorjahren nicht verändert, obwohl in Swinemünde zwischenzeitlich der Aquapark im Baltic Park Molo eröffnet wurde. „Dort gibt es nur Textilsaunen und keine Aufgüsse“, weiß Michael Kempe aus eigener Erfahrung. Außerdem würden die polnischen Gäste die Atmosphäre in der Ostseetherme schätzen.

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Von Dietmar Pühler

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