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Usedom Kunstsalon im Beachhotel in Bansin
Vorpommern Usedom Kunstsalon im Beachhotel in Bansin
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07:00 14.04.2019
Der Galerist Hannes Albers hat im Kaiserstrand Beach Hotel in Bansin eine kleine Galerie eröffnet. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Bansin

„Es ist nicht der Rücktritt vom Rücktritt, sondern definitiv ein Neuanfang.“ Hannes Albers, seit über 40 Jahren Galerist aus Leidenschaft, hat es noch einmal gewagt: Im Kaiserstrand Beachhotel in Bansin hat der fast 81-Jährige in der ersten Etage einen kleinen, aber feinen Kunstsalon eröffnet.

Der Raum ist winzig, vergleicht man ihn mit seiner herrlich großen Galerie Kunst-Kabinett Usedom in Benz, direkt neben der St. Petri Kirche, die der weltberühmte Bauhauskünstler Lyonel Feininger so oft malte. Dort agierte das Galeristenpaar Hannes Albers/Hannelore Stamm von 1999 bis Ende 2018 in einer reetgedeckten Scheune„Aber der Raum ist für mich genau richtig, denn ich kann mich dank großzügiger Unterstützung durch das Hotel und Inhaber Rolf Seelige-Steinhoff so präsentieren, dass es die Gäste vor dem und im Hotel anspricht“, sagt Albers. Er präsentiere Bilder aus der Berliner Malschule der Zwanzigerjahre von Johann-Walter Kurau, die auch die Usedomer Künstler Karen Schacht und Otto Manigk besuchten. Dazu Terrakotta-Halbfiguren von Robert Metzkes, Berlin und natürlich Kunstdrucke und Postkarten mit Usedom-Motiven von Lyonel Feininger. Platz für mehr sei nicht – „und das ist auch nicht nötig, ich konzentriere mich aufs Wesentliche“, meint Albers.

Eine Cleveland-Ohio als Hingucker

Das Wesentliche, das ist immer wieder Feininger. Albers und seine Partnerin Hannelore Stamm hatten in Benz eine kleine regionale Sammlung aufgebaut, nachdem ihnen die Bedeutung Lyonel Feiningers (1871-1956) für Usedom und Pommern gewusst geworden sei. Hannes Albers und Hannelore Stamm verfügen heute über 17 Feininger-Originale, darunter auch handgeschriebene Briefe. „Ich bin froh, dass wir unsere Sammlung komplett erhalten haben. Das soll auch so bleiben“, sagt Albers. Auch in seinem Kunstsalon sind die Spuren Feiningers auf der Insel Usedom nachzuverfolgen. Besonderer Hingucker ist wieder das Fahrrad des Künstlers – eine Cleveland Ohio (amerikanische Marke) von 1897. Mit einem solchen Rad ist der in New York geborene Künstler stets gefahren, auf Usedom zwischen 1908 und 1913.

Alte Kunden halten die Treue

Natürlich würden viele Gäste schon wegen des Rades in seinen Kunstsalon kommen. Erfreut zeigt sich Albers, dass es tatsächlich nicht nur Hotelgäste sind, die den Weg zu ihm finden, sondern auch Besucher, die auf der Promenade lustwandeln und durch besondere Werbung neugierig geworden sind. „Es sind genau 42 Schritte von der Promenade bis zum Salon, ich habe es ausgemessen. Nun wollen die Besucher wissen, was sie nach diesen 42 Schritten erwartet“, so der Galerist. Selbstverständlich gehöre auch ein Teil seiner alten Kunden aus Benz, vor allem Kunstinteressierte aus Ostdeutschland, mit zum Klientel des neuen Kunstsalons. Diese Treue gebe auch ein Stück Sicherheit, wobei Hannes Albers deutlich macht, dass er sich trotz des Wagnisses von niemandem treiben lasse. „Der Kunstsalon ist Vergnügen, die pure Lust an engagierter kultureller Arbeit“, wie er betont. Deshalb werde es im Sommer zur Saison verlässliche Öffnungszeiten am Mittwoch, Samstag und Sonntag geben. Jetzt, in der Vorsaison, aber lasse er es ruhig angehen.

Kunstsalon als Marke entwickeln

Der Name „Kunstsalon im Kaiserstrand“ höre sich nach den Worten des erfahrenen Galeristen wunderbar an. „Ich spiele dabei bewusst mit der Salongeschichte der 1920er Jahre“, erläutert er. Den Begriff wolle er als Marke für die Seetel-Hotelgruppe aufbauen und entwickeln. Wenn er sich dann tatsächlich gänzlich zur Ruhe setze, könne die Hotelgruppe sozusagen mit der Marke spielen. Vorstellbar seien für ihn weitere tolle Salons mit ganz unterschiedlicher Kunst und Kultur, etwa im „Ahlbecker Hof“, im „Hotel Esplanade“ oder im „Pommerschen Hof“. „Möglichkeiten gibt es viele. Zunächst aber konzentriere ich mich auf meinen Kunstsalon im Kaiserstrand und bin sehr gespannt, was der Sommer bringt“, sagt der Galerist und lehnt sich entspannt in einem der gemütlichen Sessel des Beachhotels zurück.

Cornelia Meerkatz

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