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Usedom Radlerpiste in Usedom übergeben
Vorpommern Usedom Radlerpiste in Usedom übergeben
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17:31 30.10.2019
Zwischen der Stadt Usedom und dem Abzweig Mellenthin ist entlang der B 110 ein neuer Radweg gebaut worden. Die Strecke ist 6,5 Kilometer lang. Verkehrsminister Christian Pegel und die Bürgermeister Jochen Storrer (Usedom) und Rita Schröder (Mellenthin) testen die neue Radlerpiste, mit der eine wichtige Lücke im überregionalen Radwegenetz geschlossen wird. Quelle: Ingrid Nadler
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Usedom

Jetzt kann endlich kräftig in die Pedale getreten werden: Am Mittwoch ist der 6,5 Kilometer lange und 2,5 Meter breite Radweg entlang der B 110 zwischen dem Ortsausgang Usedom und der Einmündung B110/111 am Abzweig Mellenthin übergeben worden. Damit wird die erhebliche Gefahr, der sich Radfahrer im dichten Fahrzeugverkehr besonders in den Sommermonaten ausgesetzt sahen, wesentlich minimiert.

Das war auch ein wichtiger Aspekt, den Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hervorhob, als er zur Übergabe der Piste am Mittwoch in der Inselstadt weilte. Die Kosten für den kurvenreichen und hügeligen Radweg belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro, die vom Bund getragen werden. Insider sprechen schon jetzt von einer tollen „Strecke über die sieben Berge“, die für stramme Waden und durchtrainierte Körper sorgen werde.

Horst Beyer aus Ahlbeck freut sich, hier nun schnell und gefahrlos voranzukommen. Quelle: Ingrid Nadler

Rohre für Glasfaserkabel mitverlegt

Doch nicht nur das: Das Straßenbauamt Neustrelitz bewies bei diesem Bauvorhaben einmal mehr Weitsicht: Wie Behördenleiter Jens Krage betonte, sind mit dem Bau des Radweges auf der Gesamtlänge bereits die Voraussetzungen für den künftigen Ausbau des Breitbandnetzes geschaffen worden. „Dazu wurden mehrere Kabelschutzrohre sowie bereits ein Glasfaserminikabel mit verlegt.“

Messungen hatten im Vorfeld des Radwegbaus ergeben, dass mit etwa 7000 Kraftfahrzeugen pro Tag auf der B 110 zwischen Usedom und Mellenthin eine mittlere bis hohe Verkehrsbelastung zu verzeichnen ist, die in der Urlaubshochsaison mit bis zu 12 000 Autos täglich deutlich über der durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung liegt.

Zehn Monate Bauzeit

Zehn Monate hat die reine Bauzeit gedauert, der allerdings umfangreiche Vorbereitungen vorangehen mussten. So erfolgte bereits im November 2017 die Erkundung und Beräumung des Baufeldes von Kampfmitteln, weil der neue Radweg zu 60 Prozent auf belasteten Flächen lag. Die Fachfirma hat das gefundene Material vom Munitionsbergungsdienst entsorgen lassen. Nicht weniger aufwändig waren in Folge umfangreiche Baumfällungen und Stubbenrodungen. Als Ausgleich für die durch Asphalt versiegelte Fläche sollen unter anderem heimische Baumarten in Neppermin und Mohrdorf gepflanzt werden.

Querung der B 110 noch an einer Stelle

Der neue Radweg ist eine große Erleichterung für Radler. Allerdings: Besondere Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme wird den Verkehrsteilnehmern an jener Stelle abverlangt, an der die Radfahrer hinter dem Usedomer Ortseingang die Fahrbahn queren und auf einer kleinen Aufstellfläche auf eine Lücke im Fahrzeugstrom warten müssen. Das kann während der Hochsaison mitunter lange dauern.

Das hat im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Ohnehin hätten aus Stolpe kommende Verkehrsteilnehmer am sogenannten Wärterberg eine schlechte Einsicht auf die Bundesstraße, so die Kritiker. Es wird befürchtet, dass sich die Situation durch die kreuzenden Radfahrer – und davon sind entlang der B 110 viele unterwegs – nun weiter verschärfen könnte.

Lob für Leistung der Baufirmen

Doch die nun gebaute Querung hat einen triftigen Grund, wie Usedoms Bürgermeister Jochen Storrer erläutert: Wäre man dem von vielen favorisierten Vorschlag gefolgt, die Radlerpiste erst am Fußgängerüberweg in Höhe der Schule queren zu lassen, hätte nicht der Bund, sondern die Stadt diesen Ausbau bezahlen müssen. Zudem wäre ein weiterer Flächenankauf von zwei privaten Grundstücksbesitzern erforderlich gewesen. Allein der Ausbau der wenigen Meter vom Ortseingangsschild bis zur Straßenquerung kostet Usedom laut Bürgermeister schon 12 000 Euro.

Auch gleich am Start: Der Usedomer Arzt Dr. Norbert Köhler in züftiger Montur. Quelle: Ingrid Nadler

Einig indes waren sich Christian Pegel als auch Jens Krage über die Leistungen der Baufirmen. Beide lobten im Beisein zahlreicher Zuschauer ausdrücklich deren Leistungen. „Die Baufirmen haben während der gesamten Saison unter schwierigen Bedingungen durchgearbeitet. Das verdient allergrößten Respekt“, so der Minister.

Von Ingrid Nadler

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